Tú Qùynh Nhu Nguyễn


Main focus: diskriminierungs- und machtkritik

Languages: German, English, Vietnamese

State: Baden-Wuerttemberg

Country: Germany

Topics: empowerment, powersharing

Services: Talk, Workshop management, Consulting, Coaching

  Willing to travel for an event.

Examples of previous talks / appearances:

Anti-Asiatischer Rassismus als koloniale Kontinuität. Podiumsdiskussion

„Anti-Asiatischer Rassismus als koloniale Kontinuität – zwischen Orientalisierung, Exotisierung und Hypersexualisierung”.
Anti-Asiatischer Rassismus ist nichts Neues. Dass “asiatisch” markierte Körper hyper- oder entsexualisiert und objektifiziert werden, hat seinen Ursprung in der Kolonialzeit. Diese Bilder werden weiterhin (re-)produziert, angebliche Unterschiede naturalisiert und Ungleichbehandlungen legitimiert. Wie können wir essentialisierende Bilder von “Asien” und “Asiatisch-Sein” dekonstruieren? Es diskutieren Noa K. Ha, Ayesha Khan, Thị Minh Huyền Nguyễn. Moderiert von Akiko Rive und Tú Qùynh-Nhu Nguyễn.

“Anti-Asian Racism as Colonial Continuity – Between Orientalisation, Exoticisation and Hypersexualisation”. A Podium Discussion
Anti-Asian racism is nothing new. The hypersexualisation or desexualisation and objectification of bodies marked as “Asian” has its roots in colonial times. These portrayals continue to be reproduced, naturalising assumed differences and legitimising unjust treatment. In this podium discussion, we aim to deconstruct the essentialised picture of “Asia” and “Asianness''. Discussion by Noa K. Ha, Ayesha Khan, and Thị Minh Huyền Nguyễn. Moderated by Akiko Rive and Tú Qùynh-Nhu Nguyễn.

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WHITE GAZE. Reflexion des eigenen Blickwinkels

Dear White People.Die Reihe schafft eine Plattform, um Wissen über Rassismus zu vermitteln und auszutauschen – diskursiv, ästhetisch wie auch erlebnisorientiert. "Dear White People..." bedient sich einer intersektionalen Perspektive und beschäftigt sich kritisch mit Weißsein, Entwicklungspolitik und Rassismus. Die Reihe bietet durch so unterschiedliche Formate wie Workshops, Filmscreening, Panels, gemeinsames Essen, einem literarischer Spaziergang, Spoken Word, Safe(r) Space, einem Werkstattgespräch, Konzert und Jam Session, einem Podium, einem Showing und Vorträgen verschiedene Zugänge zum Thema. „Dear White People..." Check Your Privilege! möchte Räume ermöglichen, in denen weißpositionierte Menschen und BiPoC gemeinsam kritisch über die weiße Positionierung reflektieren.

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Wer hart arbeitet kommt im Leben weiter?! Soziale Arbeit als Integrationsinstitution – zwischen effizienter Verwertung der „Migrationsanderen“ und Herstellung von politischer, rechtlicher und sozialer Gleichstellung

In meinem Gastbeitrag möchte ich auf die Verschränkungen von rassistischen und klassistischen Strukturen eingehen, die sich insbesondere im Kontext von Integrationspolitiken manifestieren. Migrationspolitik zielt letztlich immer noch darauf ab, Arbeitskräfte für den Erhalt und Ausbau nationaler Wettbewerbsfähigkeit sowie die Sicherung des Wohlstands zu nutzen. In der Logik der Integrationspolitik geht es vor allem um die effiziente Verwertung der ‚Migrationsanderen‘ (vgl. Castro Varela 2013: 11; Ha 2007: 116). In diesem Zuge bilden sich vermeintlich ‚gute‘ – also verwertbare – ‚Migrant:innen‘, jene die einen Beitrag zur Sicherung nationalen Wohlstands leisten, im Gegensatz zu ‚schlechten Migrant:innen‘, jene die ‚unsere‘ Ressourcen unverdient ausschöpfen, heraus (vgl. Castro Varela 2013.: 11f.). Damit werden ‚Migrant:innen‘ als sozialarbeiterische Zielgruppe festgeschrieben. Die Soziale Arbeit soll dann als Teil des aktivierenden Sozialstaates dafür Sorge tragen, dass mehr ‚schlechte Migrant:innen‘ zu ‚guten‘ werden, was so viel heißt wie, dass die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen vermieden werden sollte (vgl. ebd.: 34ff.).
Vor diesem Hintergrund läuft Soziale Arbeit als staatliche Integrationsinstitution Gefahr, sich an der effizienten Verwertung der ‚Migrationsanderen‘ zu beteiligen (vgl. Castro Varela 2013: 11; Ha 2007: 116) und nicht etwa ihren Auftrag als Gerechtigkeitsprofession einzulösen, Macht und Einfluss mit ‚Migrationsanderen‘ zu teilen (Powersharing), um auf eine politische, rechtliche und soziale Gleichstellung abzuzielen (vgl. Zöller 2015: 169).
Letztlich stellt sich im Sinne einer parteilichen Vertretung der Adressat:innen die Frage, wie ein Dekonstruktionsgedanke zentriert werden kann, bei dem es darum geht Umverteilungen von ökonomischen, materiellen und symbolischen Ressourcen zu initiieren sowie kulturelle Muster, Vorstellungen und Stereotype von. Gruppen oder Einzelnen als ‚Normale‘, ‚Richtige‘, ‚Helfende‘ und damit ‚Überlegene‘ und andere wiederum als ‚Abweichende‘, ‚Nicht- Normale‘ und ‚Hilfsbedürftige‘ zu dekonstruieren?
Diesen Fragen möchte ich mich mit euch nähern und Impulse zum Konzept des Powersharings mit Bezug zur Kapitaltheorien von Bourdieu (1983) geben.

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