Main focus: Bildung global Machen
Websites/Blogs/Social Media Accounts:
https://www.sonjarichter.de
https://www.uni-bamberg.de/ewbne/team/sonja-richter/
Social Media:
Languages: German, English, Portuguese, Spanish
City: Bamberg
State: Bavaria
Country: Germany
Topics: evaluation
Services: Talk, Workshop management, Consulting, Interview
Willing to travel for an event.
Ich bin überzeugt davon, dass man mit Bildung die Welt verändern kann.
Seit mehr als 15 Jahren forsche und arbeite ich zu der Frage, wie Lernen im Kontext globaler Herausforderungen gestaltet werden kann. Als Bildungswissenschaftlerin untersuche ich empirisch fundiert die Beschaffenheit von Lernprozessen im Kontext von Globalität, Migration und Ungleichheitsstrukturen.
Meine erziehungswissenschaftlichen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen Konzepte des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die soziale und globale Dimension von Nachhaltigkeit. Dazu zählen Freiwilligendienste, zivilgesellschaftliches Engagement, Diversität, Inklusion, Migration sowie globale und lokale Ungleichheiten.
Als Pädagogin und Systemische Beraterin (i.A.), als Referentin in Fortbildungsprogrammen, als Evaluatorin von Bildungsprogrammen transferiere ich bildungswissenschaftliche Forschungserkenntnisse aus diesem Feld passgenau, konkret und zielgruppenorientiert.
Meine Vorträge & Workshops verbinden immer theoretische Fundierung, empirische Einblicke und praxisnahe Reflexion.
Akademischer und professioneller Werdegang
- Studium der Erziehungswissenschaften und Lateinamerikanistik;
- Systemische Beraterin (i.A.).
- Promovendin am Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik (Prof. Dr. Dr. h.c. Scheunpflug).
- wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Universität Bamberg.
- Mehr als zehn Jahre Berufserfahrung in der pädagogischen Praxis als Sozialpädagogin und Bildungsreferentin
- Seit 2009 freiberuflich tätig als Evaluatorin und Beraterin im Bildungs- und entwicklungspolitischen Kontext.
Für welche Themen können Sie mich konkret anfragen?
- Entwicklungspolitische Bildung / Globales Lernen / Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Zur Wirkung von Freiwilligendiensten
- Bildung / Lernen in der (Post-)Migrationsgesellschaft
- Bildung & Lernen im Kontext kolonialer Kontinuitäten
Für welche Formate stehe ich zur Verfügung?
- Keynote
- Fortbildung für Pädagog:innen / Lehrkräfte
- Organisationsberatung: Strategisch / Finanziell, z.B. auch Beratung bei der Erstellung von Förderanträgen (z.B. Förderung für entwicklungspolitische Bildung / Bildungsaktivitäten im Kontext von BNE & Globales Lernen)
- Auf Anfrage: Individuelles Coaching / Systemische Beratung wenn ein Bezug zu den o.g. Expertisethemen besteht, z.B. für Menschen mit Migrationsgeschichte oder zu Gestaltung von Lern- und Arbeitsumgebungen in heterogenen Gruppen
Examples of previous talks / appearances:
Vortrag auf Jahrestagung des AK Evaluation am 5.9.2025 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Am 4. und 5. September 2025 fand an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg die Jahrestagung des Arbeitskreises Evaluation der HAW NRW unter dem Titel „Evaluation x BNE – Die Hochschule der Zukunft mitgestalten“ statt.
Der Themenschwerpunkt widmete sich der Verbindung von Evaluation und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und beleuchtete, wie Evaluationen zur Weiterentwicklung nachhaltiger Hochschulbildung beitragen können.
Mein Beitrag mit dem Titel „Teilnehmende Beobachtung als Evaluationsmethode entwicklungspolitischer Bildungsarbeit im Kontext von BNE“ stellte eine Evaluation vor, die den qualitativen Zugang der teilnehmenden Beobachtung nutzt, um implizite Lernmomente und soziale Dynamiken in Lernumgebungen zu erfassen.
Dabei wurde der Ansatz der wirkungsorientierten Evaluation aufgegriffen, der zunehmend in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit Anwendung findet.
Diskutiert wurden Chancen und Herausforderungen dieser Ansätze sowie deren Potenzial für den Hochschulkontext – insbesondere im Hinblick auf die Sichtbarmachung komplexer Lernprozesse und die Integration qualitativer Methoden in Evaluationen nachhaltiger Bildungsarbeit.
→ Infos zur Tagung „Evaluation x BNE“: https://zhq-blog.fh-aachen.de/jahrestagung-ak-evaluation-2025/
This talk is in: German
Symposium auf der fünften ANGEL Conference am 6.6.2025 im Humboldt Forum Berlin.
Vom 4. bis 6. Juni 2025 fand im Humboldt Forum in Berlin die fünfte ANGEL Conference (Academic Network on Global Education & Learning) statt. Unter dem Titel „Research in Global Education and Learning: For Democracy, Peace, Human Rights, Sustainability, and Global Social Justice“ brachte die Konferenz internationale Forscher:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Praktiker:innen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven Globaler Bildung zu diskutieren.
Im Rahmen dieser Konferenz organisierte und leitete ich das Symposium
„Navigating Difference(s): Empirical Findings on Global Learning from North & South“,
das sich mit der Frage beschäftigte, wie „Differenz“ in globalen Lernkontexten konstruiert, wahrgenommen und verhandelt wird.
Theoretischer Rahmen
In meiner Einführung skizzierte ich theoretische Bezugspunkte des Differenzbegriffs, die auf Überlegungen von Jacques Derrida, Stuart Hall sowie Maria do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan aufbauen. Diese Ansätze eröffnen Perspektiven darauf, wie Differenz nicht als gegebene, sondern als diskursiv hergestellte Kategorie verstanden werden kann – und wie sie in Bildungsprozessen soziale Machtverhältnisse reproduziert oder herausfordert.
Empirische Beiträge
Das Symposium vereinte Beiträge, die unterschiedliche empirische Kontexte und methodische Zugänge verbanden:
Zebiba Teklay präsentierte Forschungsergebnisse zu Lehrer:innenorientierungen in heterogenen Klassenzimmern und verdeutlichte, wie pädagogische Praktiken Differenz situativ herstellen und aushandeln.
Abraham Tangwe und Barthelemy Muzaliwa stellten eine Studie zu kongolesischen Lehrer:innen und ihren Wahrnehmungen von Global Education vor, in der Fragen nach Wissenshierarchien und globalen Machtverhältnissen im Zentrum standen.
In meinem eigenen Beitrag analysierte ich empirische Daten zu Differenzkonstruktionen in internationalen Freiwilligenprogrammen, wobei insbesondere die Spannungen zwischen Solidaritätsdiskursen und kolonialen Kontinuitäten in den Blick genommen wurden.
Claudia Bergmüller-Hauptmann kommentierte die vorgestellten Arbeiten kritisch und eröffnete Perspektiven für weiterführende Forschung zur Verflechtung von Differenz, Globalem Lernen und postkolonialen Wissensordnungen.
Zentrale Fragestellungen
Im Zentrum der Diskussion standen Fragen danach, welche Formen von Differenz Bildungsprozesse strukturieren, wie diese narrativ und institutionell verankert sind und inwiefern Globales Lernen dazu beitragen kann, bestehende Hierarchisierungen zu reflektieren und zu dekonstruieren.
→ Infos zur ANGEL Conference: https://sonjarichter.de/angel2025/#:~:text=%C2%A0Infos%20zur-,ANGEL%20Conference,-Downloads%3A
This talk is in: English
Zur Qualität von Lernen im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Vortrag auf der DGfE-Tagung der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung am 18.09.2024 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Kurzzusammenfassung
Lernsettings, welche die Dichotomie Globaler Norden – Globaler Süden aufgreifen, haben in den vergangenen 20 Jahren an Bedeutung für den Erwerb weltgesellschaftlicher Kompetenzen gewonnen. Ebenso bedeutsamer wurde in diesem Zusammenhang die empirische Forschung im Feld und die Verankerung von Globalem Lernen (Scheunpflug 2019).
Studien zu Differenz und Lernen im Kontext von Lernsettings mit induzierten Nord-Süd Begegnungen orientieren sich evaluativ an Programmzielen (Polak et al. 2017), dem impliziten Verständnis globaler Zusammenhänge von Lernenden (Krogull 2018; Wagener 2018) und Lehrenden (Taube 2021) sowie der Qualität des Lernprozesses (Richter 2018).
Lernen und globale Differenz sind zudem Gegenstand von Studien, die sich transformationsorientiert mit der Frage beschäftigen, wie Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung institutionell verankert werden können (z.B. Bergmüller 2016; Richter & Scheunpflug 2021; Michelsen & Fischer 2013).
Es zeigt sich in all diesen Studien, dass immer wiederkehrende Muster in der Überwindung von Differenz existieren und nicht alle diese Differenzüberwindungsmuster zu Lernen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung beitragen.
Ausgehend von vier qualitativ fundierten Lernprozesstypen (Richter 2018: 18f) werden neuralgische Differenzüberwindungsmuster auf institutioneller, individueller und global-politischer Ebene herausgearbeitet und vor dem normativen Hintergrund der Bildung für nachhaltige Entwicklung analysiert. Der Beitrag zeigt auf, dass es konkrete Implementationsstrategien braucht, um eine BNE-orientierte Überwindung von Differenzmustern im Kontext globaler Differenz in intendierten und nicht-intendierten Lernumgebungen zu etablieren.
→ Hier geht es zum gesamten Tagungsprogramm: https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/ewbne/neu_Programmheft_BNE-Tagung_2024_V4_17.9.24.pdf
This talk is in: German
Vortrag auf dem Studientag der Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (KeF) am 27.04.2022 in Hamburg: „Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Freiwilligendienst – Chancen und Herausforderungen“.
Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, was „Nachhaltigkeit“ im Kontext von Freiwilligendiensten bedeutet und wie das Leitbild nachhaltiger Entwicklung konzeptionell gefasst werden kann. Ausgehend von zentralen Nachhaltigkeitsmodellen und der Agenda 2030 werden unterschiedliche Dimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial sowie weitere Dimensionen) diskutiert und auf Freiwilligendienste bezogen.
Im Zentrum steht ein mehrdimensionaler Analyse- und Orientierungsrahmen, der Veränderungsebenen von Freiwilligendiensten – Programmebene, institutionelle Ebene, Projektebene, operationelle Ebene und individuelle Ebene – systematisch unterscheidet. Dabei werden sowohl strukturelle als auch pädagogische Herausforderungen sichtbar, etwa hinsichtlich CO₂-Bilanz internationaler Dienste, organisationalem Kulturwandel und der Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als leitendem Bildungskonzept.
Abschließend werden Chancen und Herausforderungen eines nachhaltigkeitsorientierten Transformationsprozesses diskutiert und konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung von Freiwilligendiensten im Sinne eines langfristigen, normativ fundierten Entwicklungsprozesses aufgezeigt.
This talk is in: German