Liza Mattutat

Scientific Associate


Main focus: Philosophy of Law & Feminism

Websites/blogs: http://fox.leuphana.de/portal/de/persons/liza-mattutat(25819167-fa38-4ccc-9d07-cebc406be270).html , https://hausfriedensbruch.noblogs.org/

Languages: German, English

City: Hamburg

Country: Germany

Topics: critical legal studies, care, trans* rechte, gefängniskritik, lohn für hausarbeit, rechtskritik, rechtsphilosophie

Services: Talk, Moderation, Workshop management, Interview

  Willing to travel for an event.

  Willing to talk for nonprofit.

Examples of previous talks / appearances:

Interview zum Thema Ersatzfreiheitstrafe

Gemeinsam mit einer studentischen Arbeitsgruppe habe ich im Rahmen der Herrschaftskritischen Sommeruniversität in Kassel einen Offenen Brief an die Justizminister:innen geschrieben. Darin kritisierten wir die Ersatzfreiheitsstrafe - die eintritt, wenn jemand eine Geldstrafe nicht zahlt. Daraufhin interviewte mich der Radiosender mephisto 97.6 zu diesem Thema.

Der Offene Brief wurde in der Zeitschrift Kritische Justiz 50 (2), S. 223-225 abgedruckt.

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Workshop im Weiterbildungsstudiengang "Ethik an Grundschulen"

Seit 2018 unterrichte ich jährlich das Modul "Recht und Moral" im Rahmen des Weiterbildungskurses Ethik an Grundschulen von der Hessischen Lehrkräfteakademie. In dem Kurs vermittele ich die Grundzüge der rechtsphilosophischen Strömungen des Rechtspositivismus und der Naturrechtslehre. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Verhältnis von Recht und Moral. Als zweites Thema diskutiere ich mit den Teilnehmenden normative Strafzwecktheorien sowie Kritiken an der strafenden Gerechtigkeit. Abschließend zeige ich Restorative Justice und Transformative Justice als Alternativen zur strafrechtlichen Konfliktbehandlung auf.

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Problem gelöst? Nein heißt Nein!

Der Arbeitskreis kritischer Jurist:innen hat mich 2016, als das Konsensprinzip gerade im Sexualstrafrecht verankert wurde
Podiumsdiskussion zur Reform des Sexualstrafrechts eingeladen. Hier der Ankündigungstext zur Veranstaltung:

"Im Juli diesen Jahres verabschiedete der Bundestag das neue Sexualstrafrecht, das unter dem Slogan „Nein heißt Nein“ viel diskutiert wurde. Diese von der Bundesregierung als historisch gefeierte Reform findet viel Zuspruch. Einigen geht sie aber zu weit oder nicht weit genug. Vor diesem Hintergrund ist eine strafrechtskritische Auseinandersetzung mit der Sexualstrafrechtsreform angebracht. Daher lädt der Fachschaftsrat Rechtswissenschaft Hamburg am 31. Oktober 2016 zur Podiumsdiskussion mit dem Titel „Problem gelöst? Nein heißt Nein!“ ein. Als Referentinnen werden die Philosophin Liza Mattutat und Rechtssoziologin Dr. jur. Ulrike Lembke erwartet.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum bietet die Möglichkeit für alle Interessierte, sich kritisch mit dem Recht auseinanderzusetzen und die Sexualstrafrechtsreform in Hinblick auf die Frage der Funktion des Rechts für den gesellschaftlichen Diskurs, sowie die Auswirkungen der Reform in der Realität zu hinterfragen."

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Die ganz alltägliche Politizität des Rechts (Critical Legal Studies)

Der klassischen Rechtstheorie gilt das Recht als neutrales Instrument demokratischer Selbstregierung. Dagegen bestimmten die Critical Legal Studies in der indeterminacy debate die Unbestimmtheit der Rechtsbegriffe als Einfallstor für ökonomische und politische Kräfte in das Recht. Das Recht galt ihnen so als bloßer Deckmantel richterlicher Willkür, politischer Agenden und ökonomischer Zwangsgewalt.
Der Vortrag führt zunächst in die Rechtskritik der Critical Legal Studies ein. Anschließend argumentiere ich für eine Position, die das Recht weder als politisch neutrale Form noch als bloß ideologische Hülle versteht, sondern es vielmehr selbst als einen Ort des politischen Konflikts begreift.

Der Vortrag basiert auf meinem Artikel Das Problem der Unbestimmtheit im Recht. Konsequenzen für die theoretische und die praktische Rechtskritik in: Kritische Justiz 49 (4), S. 496-508.

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Normend, normierend, normalisierend - Foucaults Kritik des Gefängnisses

Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“ löste in den 1970ern regelrechte Betäubungseffekte bei Psycholog:innen und Erzieher:innen aus. Sie erschraken nicht so sehr über die Dokumentation der gewaltvollen Geschichte der Haftstrafe, sondern darüber, wie die Logik des Gefängnisses auch Schulen, Psychiatrien, Kasernen und Fabriken durchzieht. Das Gefängnis ist nach Foucaults These kein Ausnahmeort moderner Gesellschaften, sondern vielmehr der deutlichste Ausdruck der Struktur moderner Herrschaft: Diese ist normend, normierend und normalisierend.
Der Vortrag stellt eine politisch-ökonomische Lesart von „Überwachen und Strafen“ vor, bestimmt das kritische Potenzial der Genealogie als Methode und zieht einige Schlüsse für die gegenwärtige Gefängnis- und Strafrechtskritik.

Dieser Vortrag basiert auf meinem Artikel Nous sommes tous des prisonniers! Foucaults Genealogie des Gefängnisses in: Rehzi Malzahn (Hrsg.): Strafe und Gefängnis: Theorie, Kritik und Alternativen - Eine Einführung. Stuttgart: Schmetterling, 2018.

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