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Dr. Lina Vollmer

diversity management

My topics:

gender diversity management unconscious bias diversity

My languages:

German English

My country:

Germany

Examples of previous talks / appearances:

Der Tag an dem ich das erste Mal als Frau auftrat, war der letzte Tag, an dem man mir eine mathematische Frage stellte – Diskriminierungsprozesse in der Wissenschaft

Studium Generale, Universität Mainz, 08.01.2019:
Sexismus ist ein Generationenproblem. Wenn erst einmal die Kinderbetreuung ausgebaut ist, dann ist die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen kein Thema mehr. Frauen haben es heutzutage einfacher als Männer auf dem Arbeitsmarkt. Diese und ähnliche Glaubenssätze sind nach Jahrzehnten der Gleichstellungspolitik auch in der Wissenschaft weit verbreitet. Forschungsergebnisse aus der Soziologie und Psychologie widersprechen jedoch diesen Annahmen und weisen darauf hin, dass die Erklä­rung für die Unterrepräsentanz von Frauen in MINT und in wissenschaftlichen Führungspositionen vor allem in struktureller Diskriminierung gegenüber Frauen zu finden sind. Dieser Vortrag gibt einen Über­blick über die Wirkmächtigkeit von Ausschlussmechanismen auf unterschiedlichen Ebenen (Professionali­sierung von Berufen, organisationale Prozesse, Wahrnehmung von Mann und Frau), zeigt auf, wo wissenschaftliches Wissen dem Alltagswissen zu Gender entgegensteht und was dies für Gender und Diversity Policies an Hochschulen bedeutet.

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Unbewusstes Diskriminieren – Sozialpsychologische Effekte und mögliche Lösungsansätze

Konferenz "Gender- und Diversity-Management in der Forschung", Stuttgart, 07.05.2015:
Frauen finden heute auf dem Arbeitsmarkt scheinbar optimale Ausgangsbedingungen. Sie genießen zahlreiche Förderprogramme und Gleichstellungsmaßnahmen, gleichzeitig wird verstärkt ein „weiblicher Führungsstil“ nachgefragt. Vor diesem Hintergrund wird häufig angezweifelt, dass es Diskriminierungsprozesse sind, die Frauen vom Übergang in die Führungsebenen abhalten. Sozialpsychologische Studien zeigen allerdings, dass Diskriminierungsprozesse unbewusst stattfinden und somit auch unabhängig von der Befürwortung von Gleichstellung und Chancengleichheit auftreten können. Dies soll anhand einer Zusammenstellung einiger sozialpsychologischer Effekte verdeutlicht werden. Für die Praxis der Gleichstellungsmaßnahmen und –politik liefern diese Erkenntnisse wertvolle Implikationen und eine kritische Perspektive auf diejenigen Strategien, die die Nutzung geschlechtsspezifischer Eigenschaften fokussieren.

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Meinungsfreiheit vs. Politische Korrektheit – Der Kampf um die Grenze des Sagbaren

Podiumsdiskussion, Fachschaft Politik & Soziologie, Universität Bonn, 15.01.2019
Beschreibung des Veranstalters: Lange Zeit herrschte Einigkeit darüber, welche Sprache im politischen Diskurs als geduldet und somit „politisch korrekt“ galt. Durch die Verwendung dieser Sprache sollte Diskriminierung aus der politischen Öffentlichkeit verschwinden, weil man zunehmend erkannte, dass gerade Sprache potentiell verletzende Wirkung entfalten kann. Dies führte in kürzester Zeit zu verschiedenen Veränderungen der sprachlichen Normen, die allerdings inzwischen nicht mehr von allen Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden.
Besonders von Seiten der politischen Rechten wird versucht, die Grenze des Sagbaren zu verschieben, aber auch einzelne linke und liberale Intellektuelle sehen die politische Korrektheit kritisch. Es wird argumentiert, dass die Verwendung einer zu restriktiven politisch korrekten Sprache das Recht auf Meinungsfreiheit unterminiert und zunehmend aushöhlt.
Was unterscheidet also die sprachliche Zensur in autokratischen Systemen von der Selbstregulierung in unserer Debattenkultur? Müssen wir unsere Diskussionsnormen tatsächlich hinterfragen? Inwieweit muss unsere Demokratie auch Verletzungen der politischen Korrektheit aushalten? Oder ist vielleicht gerade die politische Korrektheit der Stützpfeiler einer demokratischen, offenen Gesellschaft?

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Nur die Qualifikation zählt? Gender Bias in der Wissenschaft

Physikalisches Kolloquium. Universität Mainz, 16.10.2017
Etwa die Hälfte der Hochschulabsolventen und -absolventinnen in Deutschland sind Frauen. Auch in der Wissenschaft arbeiten heute so viele Frauen wie nie zuvor, denn ihnen steht bei ihrem Berufswunsch nichts mehr im Weg – so jedenfalls die verbreitete Meinung. Aber woran liegt es, dass der Frauenanteil in der Wissenschaft mit jeder Karrierestufe drastisch abnimmt? Warum ist der Frauenanteil vor allem in MINT-Fächern so gering? Der Vortrag „Nur die Qualifikation zählt? Gender Bias in der Wissenschaft“ geht auf die aktuelle Situation der Frauen in Wissenschaft und Forschung ein und vermittelt, auf welche strukturellen Barrieren sie stoßen können. Dabei werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dafür sensibilisiert, welche Ausschlussmechanismen eine egalitäre Beteiligung von Frauen erschweren.

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