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Chris Köver

artificial intelligence

My topics:

artificial intelligence data ethics ki

My languages:

German English Hungarian

My country:

Germany

Examples of previous talks / appearances:

Ethikrichtlinien für Künstliche Intelligenz? Wie wär's mit Gesetzen?

Bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, jede zweite Woche würde eine neue, wachsweiche Selbstverpflichtung oder Empfehlung für den ethischen Einsatz von Algorithmen bekanntgegeben. Privatwirtschaftliche wie öffentliche Organisationen übertrumpfen sich geradezu dabei, ein weiteres Mal zu betonen, dass der Mensch bei allen maschinellen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen soll, dass sie fair und nachvollziehbar sein müssen und es stets die Möglichkeit zum Widerspruch gegen eine solche Entscheidung geben muss. Transparenz, Transparenz und nochmals Transparenz sei das Maß aller Dinge. Aber was heißt das konkret für diejenigen, die nur noch per Gesichtserkennung in ihr Büro oder Wohnung reinkommen, deren Kredit, Wohnungs- oder Arbeitsgesuch abgelehnt wird oder sie vom Jobcenter keine Förderung bekommen dank einem Algorithmus? Was bringt einem das Wissen um benachteiligende oder falsche Funktionsweise der Algorithmen, wenn man sie dennoch nicht verbieten kann? Welchen Sinn hat das Recht darauf, sich a posteriori wehren zu dürfen, wenn man bereits alles verloren hat? Und: sollten wir die Regeln für den zukünftigen Einsatz von Maschinen wirklich von den Konzernen gestalten lassen, die diese Technologien entwickeln? Ethikforscher, die sich für Selbstregulierung einsetzen, verschweigen oft, dass ihre Einrichtungen von Techfirmen finanziert werden. Selbst die neuen Ethischen Richtlinien der EU sind von Google, IBM, Facebook und Zalando mitgeschrieben worden.

Wir zeigen, wie wenig konkret die verschiedenen Selbstverpflichtungen der Unternehmen, Verbände und Organisationen sind und wie all das Reden über Ethik in den meisten Fällen einem Ziel dient: gesetzliche Regulierung verhindern.

Select LanguageGerman


Moderation: "Die Macht der intelligenten Maschinen: Wie wir Algorithmen zähmen können"

Die Debatte über algorithmische Systeme wird durch Verheißungsszenarien auf der einen und Horrorszenarien auf der anderen Seite dominiert. Narrative, die vergessen lassen, dass Algorithmen von Menschen gemacht und somit gestaltbar sind. Auch herrscht in der Bevölkerung in fast ganz Europa ein großes Unwissen und Skepsis gegenüber dem Einsatz der Technologie. In der Breakout Session „When machines judge people“ sollen die Chancen und Risiken algorithmischer Systeme anhand des AMS-Algorithmus zur Klassifizierung von Arbeitslosen und weiteren Fallbeispielen aus verschiedenen Sektoren diskutiert werden. Kernfrage soll sein, wie wir über die richtige Mischung aus Transparenz, proaktiver Rahmensetzung und einem Kompetenzaufbau auf allen Ebenen dafür sorgen können, dass Algorithmen entmystifiziert werden und Vertrauen in gedeihliches Miteinander von Mensch und Maschine entsteht.

Select LanguageEnglish


Moderation: "Emanzipation im Cyberspace: Hybridität und Identitätsmixing"

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Datum 22. Februar 2014
Beginn 21:00 Uhr
Ende 21:50 Uhr
Veranstaltung Vortrag und Gespräch
Ort Seitenbühne
Mit Dr. Reyhan Şahin (Sprachwissenschaftlerin, Konzeptkünstlerin, Rapperin, Bremen) und Chris Köver (Moderation)

Dr. Reyhan Şahin ist für ihre Doktorarbeit zur Erforschung des Kopftuches in Deutschland mit dem deutschen Studienpreis ausgezeichnet worden. Derzeit sitzt sie an ihrer Post-Doc-Studie, die die Online-Identitäten von jungen Musliminnen in Deutschland erforscht. Wie werden von muslimischen Online-Communities anonymisierte Bilder, arabische Lehnwörter oder Bilingualität verwendet? Wie vermischen sich Selbst- und Fremdimages? Wie wird eine authentische, aber doch hybride Identität im Netz konstruiert? Anhand welcher virtuellen Merkmale wären emanzipatorische Absichten der Userinnen erschließbar?

Moderation: Chris Köver

Select LanguageGerman