Canan Turan


Main focus: intersektionalität

Languages: German, English, Spanish, Turkish

Country: Germany

Topics: empowerment, migration, film

Services: Talk, Moderation, Workshop management, Consulting, Coaching, Interview

  Willing to travel for an event.

Examples of previous talks / appearances:

Vortrag: „Die Repräsentation der Frau aus dem ,Orient‘ im deutschen Film" (Film Macht Mut / Vision Kino)

Ein Fokus von Canan Turan im Projekt Film Macht Mut von Vision Kino. Web: filmmachtmut.de.

Der sogenannte ,Orient‘ ist eine europäische Konstruktion, durch den sich weiße Menschen als überlegen, fortschrittlich abgrenzen. Im Film finden wir den Orientalismus zum Beispiel in angeblich unemanzipierten, unterdrückten Frauenfiguren wieder — oder er wird durch Gegenbilder in Frage gestellt.

Konzept, Text und Vortrag: Canan Turan
Film & Schnitt: Yatri Niehaus
Lektorat: Josephine Papke
Organisation: Josephine Papke und das Team von Film Macht Mut

August 2022

This talk is in: German
Moderation: „Duisburg im Dunkeln. Bilder und Kontexte eines Brandanschlags" (Duisburger Filmwoche 2022)

1984 sterben in Duisburg-Wanheimerort sieben Menschen bei einem Brandanschlag auf ein von so genannten Gastarbeiter:innen bewohntes Haus. Viele weitere werden schwer verletzt. Der Kurzfilm „Dunkelfeld“ (2020) erzählt davon: analytisch und empathisch, nah an den Überlebenden und am historischen Kontext. Über den Film, der während der Duisburger Filmwoche 2022 als Installation zu sehen war, und die Verbrechen, die er anklagt, habe ich mit Bengü Kocatürk- Schuster von der Initiative „Duisburg 1984“, der Überlebenden Aynur Satır-Akça und den Filmemacher:innen Marian Mayland und Patrick Lohse gesprochen.

November 2022

Moderation & Kuratierung: FRANKFURT SCHAUT EINEN FILM (Film- und Kinobüro Hessen)

Der Spielfilm HAPPY BIRTHDAY, TÜRKE! (1992) von der deutschen Regisseurin Doris Dörrie wurde zu seinem dreißigsten Jubiläum einen Tag lang in seinem Drehort Frankfurt in Kinos in der ganzen Stadt gezeigt, gefeiert und diskutiert.

Ich konzipierte, kuratierte und moderierte bei diesem neuen Kinofest zwei Podiumsdiskussionen:
• „Filmische Narrative und Bilder von BIPOC im deutschen Kino“ mit Schauspielerin Şiir Eloğlu und Regisseurin/Autorin Soleen Yusef
• „Zum Umgang mit Rassismus, Feminismus und Empowerment in den Filmen Happy Birthday,
Türke! und Freibad“ mit Doris Dörrie

FRANKFURT SCHAUT EINEN FILM wurde veranstaltet vom Film- und Kinobüro Hessen, in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt und die Frankfurter Kinos. Web: https://www.film-hessen.de/projekte/frankfurt-schaut-einen-film/

Oktober 2022

Gast bei Podiumsdiskussion: „Unruhe stiften: Wie politisch ist der Dokumentarfilm?“ (Robert Brodmann Kolloquium, Haus des Dokumentarfilms & ifm Institut für Medien- und Kommunikationspolitik)

Wie politisch ist der Dokumentarfilm? Um diese Frage drehte sich das Panel mit Franz Böhm (Regisseur und Produzent), Antje Boehmert (Executive Producerin, Regisseurin, DOCDAYS Productions), Cem Kaya (Drehbuchautor, Regisseur), Jutta Krug (Redaktion Dokumentarfilm, WDR), Canan Turan (Filmwissenschaftlerin und Filmemacherin), moderiert von der Journalistin Jenni Zylka. Dabei wurde deutlich: Dokumentarfilme sind ein wichtiges mediales Werkzeug, um Änderungen anzustoßen und ein Mittel des Empowerments für gesellschaftlich unterdrückte Minderheiten. „Mit Filmen grundsätzlich die Welt ändern, da wäre man blauäugig,“ räumte Jutta Krug jedoch ein. In diesem Zusammenhang wurden auch kritische Stimmen laut. Cem Kaya fragte zum Beispiel, wie politisch ein Dokumentarfilm sein dürfe, um Filmförderung zu erhalten. Canan Turan wiederum lenkte den Blick auf die Diskriminierung von Filmschaffenden mit Migrationshintergrund – auch in Deutschland. Schließlich erinnerte Antje Boehmert an die wichtige Forderung, endlich das Schulfach „Medienkompetenz“ einzuführen.

April 2022

Gast bei Podiumsdiskussion: „Bild. Macht. Widerstand. Zum emanzipatorischen Potenzial von Film und Dokumentation“ (Inncontro Film Festival 2021)

Sechs handverlesene Dokumentarfilme zeigen auf, wie Widerstand und Aktivismus immanent mit dem Leben von mehrheimischen, migrierten oder geflüchteten Personen verbunden sein kann. Eröffnet wird das Festival mit einem exemplarischen Fall von Arbeitskampf, der nicht in das kollektive Gedächtnis eingedrungen ist (Diese spontane Arbeitsniederlegung war nicht geplant 1982). Die alltägliche Resistenz gegen Rassismus und Diskriminierung verarbeitet From Here, 2020. Widerstand kann bedeuten, lautstark zu demonstrieren, findet aber genauso in Form von Erinnerung und Vernetzung etwa von Betroffenen und Angehörigen von rassistischen Anschlägen statt (Der zweite Anschlag 2018). Widerstand und Aktivismus äußern sich in Selbstorganisation und kreativen Kunstaktionen, welche Menschen die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen und ihrer Wut Ausdruck zu verleihen (En tierra extraña 2014). Aktivismus im Kontext von Migration passiert auch durch zivilen Ungehorsam und solidarische Verbündete, welche die eigene Kriminalisierung in Kauf nehmen, um Menschen auf der Flucht zu unterstützen und unrechtmäßiges Verhalten von staatlichen Institutionen sichtbar zu machen (The Valley 2019, On the Bride’s Side 2014).

In vielen Fällen verstehen sich die Filmschaffenden dieser Produktionen selbst als Aktivist*innen, die mit filmischen und künstlerischen Mitteln den Blick auf verdrängte und unterrepräsentierte Perspektiven und Zusammenhänge lenken. Inwiefern sind die filmischen Statements relevant für soziale Bewegungen und gesellschaftlichen Wandel? Dieser Verschränkung von Filmschaffen und politischem Engagement widmet sich die Diskussionsrunde „Bild. Macht. Widerstand.“ am Vorabend des Filmfestivals in der Bäckerei – Kulturbackstube.

Moderation: „Postkoloniale Perspektiven“ (interfilm Berlin)

Die acht Filme des Programms schlagen eine Brücke zwischen der kolonialen Vergangenheit und Verantwortung Deutschlands & Europas in der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents bis hin zur gegenwärtigen Reflektion und Aufarbeitung.

Die animierten, fiktionalen und dokumentarischen Kurzfilme zeigen die Spuren den Kolonialismus in den ehemals kolonisierten Ländern, aber auch in Europa auf: sie eröffnen persönliche Blickwinkel, führen in verlassene koloniale Gebäude oder zu prominenten Denkmälern und sie erzählen Geschichten des Widerstandes wie die von Chief Mangi Meli, der unter ​​deutscher Kolonialherrschaft im heutigen Tansania um 1900 hingerichtet wurde und dessen Enkel bis heute auf die Rückführung seiner human remains aus Berlin wartet.

Das Programm wird von Filmwissenschaftlerin & Filmemacherin Canan Turan moderiert - mit anschließender Diskussion mit Konradin Kunze (Schauspieler/Regisseur), Mnyaka Sururu Mboro (Berlin Postkolonial e.V.).

Vortrag, Moderation & Kuratierung: „Frauen* of Color und das deutsche Kino“ (achtung berlin - new berlin film award)

Paneldiskussion mit Filmemacher*innen aus Berlin über Diversität, Inklusion und Repräsentation

Sie sind in Deutschland groß geworden, zur Schule gegangen und haben hier angefangen Filme zu machen. Pary El-Qalqili, Biene Pilavcı, Zara Zandieh sind Regisseur*innen und Thelma Buabeng ist eine Schauspielerin of Color. Sie gehören zur 2. und 3. Migrantengeneration; sie sind Postmigrantinnen: Wie man sie auch nennen mag, sie sind zu einem Teil der deutschen Kinoandschaft geworden — oder etwa nicht?

This talk is in: German
Vortrag & Workshop: „Documentary Film and Subjectivity“ (fill in the blank Programm, *foundationClass, Weißensee Kunsthochschule Berlin)

Self-representation in film based on marginality as a resistant perspective, as bell hooks describes it, can be an empowering answer by People of Color to the hegemonic practice of representation in cinema. Becoming protagonists - and by that subjects - in art production means operating in a politically subversive way within a system of asymmetrical power relations. Which challenges do the directors have to face when deciding to make a subjective documentary film? Is it enough to be subjective in order to challenge power relations creatively? Which role do positionality and standpoint play in this context? Filmmaker Canan Turan will present a sequence from her short film "Kıymet", and parts of her most recent film- and performance project "Balama" (work-in- progress). Starting from both her research in film studis as well as her experience as a filmmaker in Germany and Turkey, Canan Turan will talk about the potential and challenges of subjective documentary, which will be followed by a discussion with the audience.

Dezember 2017

This talk is in: English