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Madita Oeming

Porno & Feminismus
Mein Twittername:

@MsOeming

Meine Webseite/Blog:

https://uni-paderborn.academia.edu/MaditaOemingMA

Meine Themen:

sexarbeit sexualität feminismus vulva porno us literatur

Meine Sprache/n:

Deutsch Englisch

Meine Stadt:

Göttingen

Mein Land:

Deutschland

Meine Biografie:

Madita Oeming wurde 1986 in Bonn geboren, wuchs in Berlin auf und ging zum Studium nach Göttingen. Hier hat sie drei Jahre lang am Literaturhaus und für den Göttinger Literaturherbst gearbeitet und etliche Lesungen organisiert und betreut. In ihrer Rolle als Gesprächspartnerin hat sie bereits Abende mit Margarete Stokowski oder Anne Wizorek moderiert und wurde unter anderem von Mithu Sanyal für den WDR interviewt. Seit Oktober 2016 ist Madita Oeming wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Amerikanistik der Uni Paderborn, wo sie amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte unterrichtet. Ihren Master in American Studies hat sie von der Uni Göttingen erhalten und damals bereits mit Ihrer Abschlussarbeit “Moby’s Dick” die Arena der Porn Studies betreten, in welcher jetzt auch ihr Dissertationsprojekt angesiedelt ist. Dieses trägt den Arbeitstitel “Porn Addiction – America’s Moral Panic of the Digital Age” und widmet sich dem gegenwärtigen US-amerikanischen Diskurs um die sogenannte Pornosucht. Sie hat im Porn Studies Journal bereits zu diesem Thema publiziert und zuletzt bei der SCMS Konferenz in Toronto, Kanada dazu vorgetragen. Im Frühjahr 2018 war Madita Oeming als Gastwissenschaftlerin im Women and Sexuality Studies Program an der Tulane University in New Orleans, USA. Als Gastsprecherin hat sie bereits an diversen Universitäten zu feministischem Porno gesprochen. 2018 hat sie außerdem eine Sonderausgabe der Zeitschrift Genderforum mitherausgegeben, zu der sie einen Artikel zum aktuellen Trend der Intimchirurgie bei westlichen Frauen in Hinblick auf die Kulturgeschichte der Vulva beigetragen hat. Kurzum, ihre Forschung befindet sich an der Schnittstelle von Gender Studies, Cultural Studies, Medienwissenschaft, und Amerikanistik. Dabei arbeitet sie stets nah an gegenwärtigen feministischen Fragestellungen.

Meine Vorträge / Referenzen:

Als Pornoforscherin zu Gast bei Jörg Thadeusz: "Talk aus Berlin"

Ab dem kommenden Semester ergänzt sie den Lehrplan des Berliner Universitätsbetriebs um ein brisantes Sujet: Die Amerikanistin Madita Oeming beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Basis mit Pornografie und gibt dazu nun auch einen Kurs am John F. Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin. Das sorgt für Erregung in rechtskonservativen Kreisen.

Die 33-jährige Berlinerin promoviert über das Phänomen Pornosucht. Sie ergründet das Thema aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. In ihrem Seminar 'Porn Studies' geht es um Geschichte, Bildsprache und kulturelle Zusammenhänge von Pornografie. Wie viel gesellschaftlichen Zündstoff die Thematik liefert, sieht sie bei jedem Blick in ihre Mailbox. Besonders die Masse an Anfeindungen von rechten Tugendwächtern hat in der jüngsten Zeit massiv zugenommen.

Im Talk aus Berlin erzählt Madita Oeming außerdem von den Pornokriegen der Feministinnen. Und sie erklärt Jörg Thadeusz den Einfluss der Pornografie auf unsere Gesellschaft und den wissenschaftlichen Blick auf ,schmutzige’ Filmchen.

This talk is in: Deutsch


Im Interview mit Sexarbeiterin Josefa Nereus



Jeder tut es, keiner spricht darüber. Madita Oeming widmet sich dem Thema Pornografie und forscht fleißig zu den verschiedenen Aspekten des Themas. Was ist Porno überhaupt, welche Körper sehen wir da und warum das ganze eine grundfeministische Angelegenheit ist, erfährt du in den nächsten 47 Minuten. Einmal ein ganz neues Format an dem ich mich ausprobiert habe. Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, ob es dir gefällt oder du lieber auf einer anderen Plattform hören möchtest, wenn Experten gaaaaaaanz tief in die Materie eindringen.

This talk is in: Deutsch


Über Feministischen Porno mit Mithu Sanyal

Porno ist eines dieser Worte, die niemanden kalt lassen. Die Reaktionen gehen von Angst und Ablehnung bis Faszination. Wenn man Porno sagt, denkt man unweigerlich an Männer als Konsumenten. Das kommt nicht ganz von ungefähr. Im 18. Jahrhundert war Pornografie den Herren der Oberschicht in ihren Privatbibliotheken und Männer-Clubs vorbehalten. Das Personal und vor allem die Frauen sollten davon ferngehalten werden, da man davon ausging, dass sie moralisch nicht stabil genug dafür wären. Daran glaubt heute natürlich keiner mehr. Doch wie ist das mit Frauen und Pornos?

Lange ging man davon aus, dass Feministinnen Pornografie grundsätzlich ablehnen und mit Sexismus und Gewalt in Verbindung bringen. Doch inzwischen machen zahlreichen Feministinnen weltweit selbst Sexualpolitik mit der Kamera. Sie kämpfen für sexuelle Freiheit und für die Freiheit, Sexualität ausdrücken zu dürfen. Ihre Maxime: statt schlechte Pornos zu verbieten, selbst bessere Pornos zu machen. Und damit die Kontrolle darüber zurückzuerlangen und selbst zu entscheiden, wie Frauen repräsentiert werden wollen.

This talk is in: Deutsch


beim kanadischen Podcast Porno Cultures

In this episode we’re trying something different! This is our first “roundtable” episode featuring four guests. And instead of talking with established scholars in the field, we’re actually talking with four up-and-coming graduate students who will soon be making their mark within pornography studies. As pornography studies grows within academe, it is becoming increasingly possible to build a support network of fellow students that share your interests. And considering how much resistance there still is toward studying pornography, these networks can be a crucial part of one’s survival throughout graduate school. This episode is our small attempt at fostering more supportive networks.

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Ich in der Vice über mein Dasein als Pornowissenschaftlerin

Der Wecker klingelt, ich steh auf, mach mir einen Kaffee und klappe meinen Laptop auf. In einem noch geöffneten Tab klick ich "Play" und schlürf mein Müsli, während Adriana Chechik von ihrem "Stiefbruder" heimlich unterm Esstisch befriedigt wird. Ich spul vor zu ihrem Orgasmus, dann wieder ein bisschen zurück, weil ich nicht rechtzeitig den Screenshot gemacht hab. Willkommen in meinem Berufsalltag! Ich lebe den Traum eines Teenagers: Ich lass mich fürs Porno-Gucken bezahlen.

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Vulva-Dialoge mit Margarete Stokowski

Den eigenen Körper zu kennen ist essentiell, um eigenmächtig über diesen zu entscheiden, ihn zu schützen, zu schätzen, zu befriedigen – es bedeutet Empowerment. An diesem Abend machen wir reinen Tisch mit Mythen und Klischees, mit den Expertinnen schlechthin. Margarete Stokowski, eine der wichtigsten Stimmen des jungen Feminismus, Lousia Lorenz, lokale Aktivistin und Veranstalterin des ClitNight Workshops und Pornoforscherin Madita Oeming sprechen ganz offen über weibliche Körper und Sexualität, die männliche Deutungshoheit hierüber, die Wirkungsmacht von Sprache und natürlich das Brechen von Tabus.

This talk is in: Deutsch