Laura "Lore" Voelker

Sexualpädagogin (isp), politische Bildnerin, MA-Studentin


Themenschwerpunkt: Sexuelle Bildung/-Beratung

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Göttingen

Bundesland: Niedersachsen

Land: Deutschland

Themen: lgbtq sprache, sexualpädagogik, körperbewusstsein, sexualwissenschaft, sexualberatung, körperorientierte sexuelle bildung, politische bildungsarbeit, sexuelle schutzkonzepte, bildung/beratung zu inter* und trans* für mediziner*innen

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Biografie:

Laura „Lore“ Voelker (*1992, Pronomen sie/ihr) ist Studentin der Sexualwissenschaft, sexuelle und politische Bildnerin, Körperforscherin und Sexualpädagogin (isp). Ferner befindet sie sich in der Ausbildung zur Sexocorporel-Therapeutin (Basislehrgang) am Institut für Embodiment und Sexologie (IfES) Berlin.

Lores besonderes Forschungsinteresse liegt in den transdisziplinären Grenzbereichen, welche sich üblicher Dichotomien entziehen. Sie möchte den Körper im theoretischen Diskurs, sucht die Theorie in der puren Körperlichkeit, sucht nach dem Moralischen im vermeintlich Objektiven.

Als Grundschulpädagogin hat sie ein besonderes Gespür für die Komplexität banal erscheinender Sachzusammenhänge entwickelt. Dies ermöglicht ihr einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Phänomenen.

Im Rahmen ihrer Examensarbeit (2020; 1,0) hat Lore didaktische Prinzipien für eine heteronormativitätskritische Bildung im Sachunterricht entwickelt.

In ihrer bildnerischen Arbeit legt sie besonderes Augenmerk auf einen diskriminierungs- und differenzkritischen Umgang. Ferner fußt ihre bildnerische Arbeit auf dem Konzept des Embodiments.

Vorträge / Referenzen:

Un_Scripting Sex - Begehren zwischen Normen, Individualität und Scham

Im Kontext der sexuellen Liberalisierung hat sich auch Sexualität durch und durch vergesellschaftet. Für einige wenige mag Sex wirklich individuell definiert sein. Bei den meisten jedoch werden normative sexuelle Skripte und Narrative abgespeichert sein, die diesen Begriff mit Inhalt füllen. Wie aber ist es mir möglich, mein eigenes Begehren, ganz gleich woher es auch kommen mag, zwischen all den Ge_boten und Ver_boten, Lust und Scham, Zugehörigkeit und Individualität zu entschlüsseln? Wie finde ich mein „Ja“ und „Nein“, wenn doch überall von mir erwartet wird, es bereits zu kennen? Mithilfe nicht sexuell konnotierter Körperübungen und anschließender Reflexionsphasen wollen wir Anstöße und Methoden an die Hand geben, um den Weg zu einer selbstbestimmten, lustvollen Sexualität zu ebnen.
Der Workshop steht allen Interessierten, mit oder ohne Vorkenntnisse, offen. Eine Bereitschaft zur Körperarbeit und der Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität ist jedoch unerlässlich.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Moderation: Şeyda Kurt liest aus Radikale Zärtlichkeit

Moderation der Lesung mit Seyda Kurt

What is love? Ist die Liebe Sinn des Lebens, eine politische Allianz, Illusion oder Selbstzweck? Oder ist sie gar unmöglich, weil wir uns zwischen Zukunftsängsten, überhöhten Ansprüchen und diskriminierenden Strukturen völlig zerreiben?

Şeyda Kurt nimmt unsere allzu vertrauten Liebesnormen im Kraftfeld von Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus auseinander – und erforscht am Beispiel ihrer eigenen Biografie, wie traditionelle Beziehungsmodelle in die Schieflage geraten, sobald sicher geglaubte Familienbande zerbrechen und hergebrachte Wahrheiten in Zweifel geraten. Denn Liebe existiert nicht im luftleeren Raum. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Und sie ist politisch. (Klappentext von „Radikale Zärtlichkeit“)

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Dem eigenen Begehren auf der Spur - ich mit mir, ich mit dir

In dieser Seminarreihe begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem eigenen sexuellen Begehren und den ganz individuellen sexuellen Wünschen.
Um Konsens verhandeln zu können, benötigen wir zunächst einmal einen Zugang zu unseren individuellen Vorstellungen von Berührungen und sexuellen Praktiken. Haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Wünsche unseres Gegenübers wichtiger sind als unsere eigenen, sind wir häufig überfordert, sobald es darum geht, unsere eigenen Wünsche zu formulieren.
Um dies herauszufinden, bedarf es der aktiven Auseinandersetzung mit sich selbst und dies erfordert eine ganze Menge Mut.
In dieser Seminarreihe bemühe ich mich darum, den Teilnehmer*innen den Erwerb sexueller Basiskompetenzen zu ermöglichen und gemeinsam in einem druckfreien Setting, das ganz individuelle sexuelle Begehren zu erforschen.
Die Seminarreihe findet in deutscher Lautsprache statt, kann bei Bedarf aber auch auf Englisch durchgeführt werden.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch