Katharina Klappheck


Themenschwerpunkt: Künsliche Intelligenz

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Dresden

Land: Deutschland

Themen: künstliche intelligenz, cyborg, gender, algorithmen und datenstrukturen, disability, queer-feminismus

Biografie:

Ich studiere seit 2018 im Master Politikwissenschaft an der Universität Wien. Mein Schwerpunkt hierbei liegt auf der Erforschung von gesellschaftlichen Konzepten wie Staat/Geschlecht/Behinderung als Analysekategorien für Künstliche Intelligenz. In diesem Rahmen habe ich an der Technischen Universität Dresden meinen Abschluss als Bachelor mit einer Arbeit über Design als Methode politischer Theorie erworben.
Ich nähere mich dem Thema Künstlicher Intelligenz immer wieder aus verschieden Perspektiven an. Dabei sind mir künstlerische Aspekte wie Spekulation und utopisches Design ein wichtiges Anliegen, ebenso die aktivistische Nutzung von Künstlicher Intelligenz oder die Berechenbarkeit normativer Grundsätze.
Aktivistisch bin ich seit Jahren in feministischen Strukturen in Dresden tätig und konzentriere mich auf Fragen der Barrierearmut in subkulturellen Räumen. In Wien habe ich als eine der ersten Bewohner*innen eines institutionellen Projektes zur Inklusion politische Praxis gelebt und mitgestaltet.
In meiner wissenschaftlichen Arbeit widme ich mich der Frage, wie eine feministische Techno-Utopie aussehen kann, und ob wir diese gestalten können. Mein Engagement sowie meine Forschung sollen hierbei zusammenwirken und sich in neuen Formen und Formaten Ausdruck verschaffen.

Vorträge / Referenzen:

Eva Illouz deabting club

Zusammen mit Eva Illouz, Ryan Gosling, dem Internet und anderen special Gäst*innen wollen wir in einem intimen Dialog die Grenzen zwischen privatem Liebesglück und Konsum ausloten. Es handelt sich um große Fragen nach Nähe und dem nächsten Jobangebot. Es findet alles mit euch als Expert*innen statt, ohne Karteikarten.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Code, Katzenvideo, Exposé. Design als feministische Praxis

Das neue Jahrtausend ist schon jetzt geprägt von nie da gewesener Gestaltungsmacht der Menschheit. Sowohl in einer Makroperspektive auf Welt in Form des Klimawandels als auf mikroskopischer Ebene Aufregende Zeiten also im dialektischen Sinne. Wir sind so mächtig wie nie zuvor und gleichzeitig im Angesicht der Globalen Erwärmung so gefährdet wie niemals zuvor. Wissenschaft scheint hierbei die entscheidende Quelle zu sein. Doch wer hat Zugang zu dieser Quelle? Ich möchte im Rahmen dieses Beitrages, welch Ironie angesichts meiner Arbeit, fragen, inwiefern der geschriebene Text heute immer noch als Grenze des Wissen gesehen werden kann und weiterdenken und versuchen zu erarbeiten, wie Theorie jenseits einer Publikation gedacht werden kann

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Die Cyborg als Spastiker*in

Dürfen Künstliche Intelligenzen Be*hinderungen haben? Der Cyberspace und seine Bewohner*innen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit zwischen Bodyhack und Datenklau umher. Sie wissen alles, sind überall und brauchen weder Pause noch Rückzugsort. Die Künstliche Intelligenz als prominente Cyborg der Postmodernen westlichen Kommmunikationswelt scheint von Krankheit/ Fehler unberührt und wird kontinuierlich auf ihr perfektes Dasein designt. Was passiert jedoch, wenn sich Virus oder Bug in den Code einschreiben, wie deuten wir Nonkonformes Verhalten und wer ist diese Norm, die Siri Intelligent oder als Fehlschlag kennzeichnet. Vor dem Hintergrund der Beh*inderung möchte ich KI als Möglichkeit queerer Körperpolitiken lesen. Hierfür werde ich ausgehend von klassischen KI Ansätzen aufzeigen wie Behin*derung aus der Konstruktion jener neuen Akteur*innen heraus geschrieben wird, sowohl in Bezug auf eine normierten Intelligenz und auch bezüglich der daugehörigen Wet- und Hardware. Zwei Versionen des Turning Test zur Festellung von künstlicher Inteligenz werden, werden aks materiell semiotische Techniken zur Herstellung von Be*hinderung gedeutet. In einer zweiten geistigen Bewegung möchte ich mittels queere Cyber/Xeno feministischer Theorie aufzeigen in wie weit trotz der patriarchalen Bemühungen Cyborgs und KI behin*dert sind.Hierfür werden Dolly das Schaf und Siri Zeug*innen sein. Drittens werde ich die Behinder*ung der Mensch_Maschinen und solidarische Praxis einführen.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Data and Algorithms a Queer Love Story? Queer Post Human Perspectives on Data-algorithm

Queer post human perspectives on Data-algorithm

Now a days data has become a big deal in the neo-liberal world and the use of it in the case of economics or as a question of human rights has become one of the biggest topics for modern politics.

I want to suggest that often scientist and politicians forget about the relation in which data is created namely the relation between data and algorithms. In this case I want to make the claim that data and algorithm are co constituted and to go further that by not naming this relation data becomes the new transcendental object in the age of the internet. In opposition to this I want to re articulate from the perspective of a political scientist the relationship between both of then as a queer configuration of the human/ code and capitalism. I am going to call it data-algorithm and thing of this term as an embodiment Cyborg. Therefore I will read butlers concept of queerness to make the constitutions of data and algorithms visible and than introduce Haraway and Braidotti to focus on the relationship of human and data in a post human/cyborg way. Last but not least I am going to make the claim that this queerness leads us to new emancipatory practice in case of coding and away from a classical claim of data security,as protection of ourself on the internet. By doing this and using a post human perspective I want to de centre the human subject and introduce new forms of actants as a form of queer politics. As one way to do so i want to suggest the conception of new media art as one of these practice. Against a functionalists approach on data and algorithm i want to explain the new queer forms of data-algorithm in respect to Halbersteam and Munoz as concepts of playing, undisciplined and cyber punk. There i hope to challenge the norm of serious masculine computer science to offer new forms of politics as a utopian project for the 21 century.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch