Jacqueline Saki Aslan

Bildungssoziologin, Künstlerin & Kuratorin


Themenschwerpunkt: Wissensbestände dekolonisieren

Webseiten/Blogs: www.kein-schlussstrich.de , https://www.instagram.com/saki.bae/

Sprache/n: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Kurdisch

Stadt: Hamburg

Land: Deutschland

Themen: diaspora, intersektionalität, erinnerungskultur, empowerment, dekolonisierung, klassismus, gastarbeiterinnen, rassismuskritische bildung, frauen*gesundheit

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

Biografie:

Jacqueline Saki Aslan studierte Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Bildungswissenschaften an der Freien Universität Berlin und Performance Studies an der Universität Hamburg. Sie war Studienstipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung und forschte u. a. in Washington, DC zu neuen Formen der kritischen Geschichts- und Museumsvermittlung. Im Kontext ihrer Arbeit mit yezidischen Überlebenden und der Aufarbeitung des Genozids war sie bis 2020 Teil der Konsultationsgruppe zur Agenda "Frauen, Frieden und Sicherheit" der Bundesregierung. Zu diesem Thema hat sie bereits Vorträge gehalten und Dialoge mit Schulklassen geführt. Als Teil des Expertinnen*-Netzwerks des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen forschte sie bis 2019 zu Familien mit Fluchtgeschichte und traumasensiblem Arbeiten (s. Publikationen) und betreute bis 2020 yezidische Überlebende des Genozids in Shingal. In ihren Workshops schöpft sie aus ihrer praktischen und theoretischen Expertise und behandelt Themen von Community Organizing und Empowerment über Erinnerungskultur bis Klassismus in Verschränkung mit 'race' und 'gender'. Aktuell kuratiert sie auf Kampnagel in Hamburg den Kongress zu "Kein Schlussstrich", dem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex.

Vorträge / Referenzen:

Performance Art, Körper und Intersektionalität

Jacqueline Saki Aslan, Muri Darida (Moderation), Sanni Est
Wer wird gehört und wer nur betrachtet? Und wie können Musik, Performance und (Klang-)Körper mit Normierungen, Marginalisierung, Fetischisierung oder auch Verfolgung brechen? Kann es eine Ästhetik ohne outside eyes geben? In dem von Muri Darida moderierten Gespräch mit Jacqueline Saki Aslan und Sani Est wird es darum gehen, wie Körper, Sprache, Unsagbares und Widerstand zueinander finden, sich aneinander reiben und auseinander bewegen. Die Künstler:innen auf dem Panel arbeiten mit unterschiedlichen Medien. Sie wollen wissen, wo ihre Sprache jenseits des Redens ansetzt und wie ihr Selbstverständnis Ausdruck in ihrer Ästhetik findet. Sie suchen nach Überschneidungen und Brüchen und wollen jenseits dichotomer Zuschreibungen an die Grenzen des Sagbaren, Mittelbaren und Erinnerbaren stoßen.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Klassismus

Klassismus ist die strukturelle, kulturelle und individuelle Diskriminierung aufgrund des sozialen Status und richtet sich gegen Angehörige der Arbeiter*innenklasse und Menschen in Armutsverhältnissen. Im Workshop werden wir die Mechanismen der Diskriminierung durch verschiedene Übungen sichtbar machen und thematisieren. Dabei betrachten wir den Zusammenhang mit Race und Gender und legen den Fokus auf die eigene Bildungsbiografie sowie die Praxis, in der uns Klassismus begegnet.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Yezidische Diaspora und der Genozid von 2014

In diesem Vortrag spreche ich u. a. über
- die Verfolgung der Yezid*innen
- den Genozid von 2014
- die Situation der Überlebenden in der Diaspora
- mein Engagement zur Aufarbeitung und Strafverfolgung der Täter*innen
- Möglichkeiten des Engagements für yezidische Geflüchtete

Der Link führt Sie beispielhaft zu einem School Talk, den ich für HAWAR.help gegeben habe. Ein weiteres Beispiel ist mein Input als Speakerin auf dem Symposium "Vergewaltigung als Kriegswaffe" des BDAJ Deutschland.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Flucht und Migration: Selbstorganisation und Empowerment

Der Workshop strebt die Stärkung der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und die Förderung von neuen, als auch bereits bestehenden Kompetenzen von geflüchteten Frauen* und Migrantinnen* unterschiedlicher Herkunft an, um ihre Handlungsmöglichkeiten in dieser Gesellschaft zu erweitern.
WIr beschäftigen uns mit den Themen aktive politische Partizipation, Selbst-Empowerment und Vernetzung von und zusammen mit migrierten _geflüchteten Frauen`*. Schon immer gestalten Migrantinnen und geflüchtete Frauen* aktiv diese Gesellschaft und dies trotz erschwerten Zugangs und Nachteilen bei der politischen Teilhabe. Wir thematisieren die verschiedenen politischen Partizipationsmöglichkeiten sowie den Umgang mit Hürden und Diskriminierung und noch weniger bekannte politische Beteiligungsmöglichkeiten.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Gastarbeiter_innen und Gasthörer_innen. Klasse, kulturelles Kapital und Bildungszugänge.

Bildung betrifft und beschäftigt nahezu alle Menschen: Vor allem Schulbildung und Bildungszertifikate spielen eine wichtige Rolle im Leben eines Menschen. Sie beeinflussen den Freund*innenkreis oder den Wohnort und sind oftmals für Arbeitsverhältnisse, für Lohn und Wohlbefinden von Bedeutung. Die Zugänge zu Bildung sind jedoch nicht gleich. Die Publikation reflektiert jenseits des gängigen Denkmusters »Wer nur will, die schafft es schon« stereotype Bilder und nimmt Leistung kritisch in den Blick. Vor allem lässt sie diejenigen zu Wort kommen, über die in der Regel gesprochen wird.

Der Band knüpft an sieben Comicbiographien an, die 2011 im Rahmen einer Ausstellung über Bildungserfahrungen von Menschen ohne akademischen Bildungshintergrund entstanden sind. Es werden verschiedene Grenzen und Hürden, aber auch Chancen und Unterstützungsmöglichkeiten von Beteiligten auf ihren (Bildungs-)Wegen thematisiert und deren persönliche Erfahrungen in einen strukturellen und diskursiven Rahmen eingebettet.

Songül Bitis, Nina Borst (Hg.): Un_mögliche Bildung. Kritische Stimmen und verschränkte Perspektiven auf Bildungsun_gleichheiten. Erschienen im Unrast Verlag 2013.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Frühe Hilfen für geflüchtete Familien. Impulse für Fachkräfte.

Die Publikation Frühe Hilfen für geflüchtete Familien bietet Fachkräften Orientierung und Impulse sowohl für die Arbeit mit Familien mit Fluchterfahrung als auch für die Arbeit im Netzwerk Frühe Hilfen rund um das Thema Flucht. Die Autorinnen präsentieren mit der Veröffentlichung erste Ergebnisse eines Diskussionsprozesses, zu dem Expertinnen und Experten aus dem Arbeitsfeld der Frühen Hilfen und der Flüchtlingshilfe ihre Erfahrungen beigetragen haben. So finden Fachkräfte in der Broschüre Hintergrundinformationen, Praxis- und Methodenbeispiele sowie Anregungen für den kollegialen Austausch und Fragen zur Selbstreflexion. Die Publikation soll Fachkräfte in einem oft von Barrieren und Grenzen begleiteten Alltag und in der Arbeit mit geflüchteten Familien unterstützen.

https://www.fruehehilfen.de/service/publikationen/einzelansicht-publikationen/titel/fruehe-hilfen-fuer-gefluechtete-familien-impulse-fuer-fachkraefte/?tx_solr[sort]=publishedYear+desc

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch