Fred Meier-Menzel

Meine Biografie:

Fred Meier-Menzel (1965) hat ihre Promotion mit dem Titel „Vom Aktmodel zur Aktivistin – die doppelte Kolonisierung des weiblichen Körpers in Ägypten“ im April 2015 an der Bauhaus Universität in Weimar mit „Magna Cum Laude“ abge-schlossen (siehe Anlage). Seit Oktober 2015 hat sie eine Professur für Bildnerische Grundlagen an der Berliner Technischen Kunsthochschule inne und leitet zudem den Campus Iserlohn in Südwestfalen.
Ihr Diplom erhielt Fred 1988 in Kommunikationsdesign an der Hochschule der „Applied Sciences and Art“ in Hannover. Kurz darauf zog sie nach London, um figürliches Zeichnen und Bildhauerei an der Heatherly School of Fine Arts zu studieren. 1991 kehrte Meier-Menzel nach Deutschland zurück, um ihr Design-Büro ATELIER FRED in Berlin aufzubauen. Zu ihren Kunden zählten das IDZ-International Design Center in Berlin, die Schering AG (heute Bayer), das Museum Europäischer Kulturen und die Werbeagentur Scholz&Friends. 2002 - 2003 arbeitete Fred als Dozentin für Kostüm- und Aktzeichnen an der HTW Berlin, University of Applied Sciences. 2003 gründete Fred die Aktsalon Drawing Society, ein Kunstforum, das konzeptionell heraus-ragende, öffentliche Zeichensessions offerierte. Zu den Angeboten des Aktsalons gehörten Bewegungs-Zeichnen, Gruppenausstellungen, Anatomie-Seminare und performative Events. Fred arbeitete freiberuflich 2014/2015 als Dozentin für Grafik-Design für die Online Schule für Gestaltung (OfG).
2006 wurde Fred zum Professor an der German University in Cairo (GUC), Ägypten, berufen, wo sie als Head of Drawing Department bis 2012 arbeitete. Sie war Gründungsmitglied der Fakultät Applied Sciences and Arts der GUC und unterrichtete die Fächer Bildsprache und Naturstudium. Sie betreute Bachelor Studenten im Bereich Kommunikations-Design. Während ihres Aufenthaltes in Kairo arbeitete Fred mit angesehenen Institutionen wie dem Goethe-Institut, der Deutschen Botschaft in Kairo und der Townhouse-Gallery. Sie organisierte Ausstellungen wie die „Fashion and Identity Show“ (2008).
Freds Forschungs- und Interessensfeld umfasst soziale und gesellschaftlich motivierte und interkulturelle Design-Interventionen. So hat sie ihren Schwerpunkt auf Körper-Studien für Designer gesetzt, und befasst sich mit immer neuen Medien wie Film, Zeichnung, Artefakten, Prototypen, Performances, Collagen und theoretischer Auseinandersetzung mit Gesten, Körpersprache und Bewegung auf immer neue Art und Weise mit diesem Thema.
Derzeit hat sie einen Forschungsantrag mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft mit dem Titel „Die Würde der Fremdheit im Körper der anderen“ – ein Lernmodul zur Darstellung von Körperbildern und deren Sichtweisen im interkulturellen Diskurs“ in der Beantragung (Fördersumme 50.000 Euro, Bescheid erfolgt im März 2016). Sie wirbt zudem gemeinsam mit Projektpartner_innen an der Freien Universität Berlin und der Kunsthochschule Weissensee ein großes Forschungsprojekt zum Thema „Comparative Visual Cultures of the Human Body in Sciences, Arts and Public Health Systems“ ein (Fördersumme 1 Million). Das Projekt umfasst 9 Partner aus 5 Ländern und wurde von der europäischen Kommission ausgelobt.