Dr. Friederike Well

Architektin, Wissenschaftlerin


Themenschwerpunkt: Urbane Klimaanpassung

Webseiten/Blogs/Soziale Medien: https://blau-gruene-architektur.de/

Social Media:

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: München

Bundesland: Bayern

Land: Deutschland

Themen: stadtplanung, architektur, klimagerechtes bauen, urbane transformation, bauwende, architektur und klimawandel, gebäudebegrünung, klimaanpassung

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Persönliche Anmerkung:

Ich bin Architektin und Wissenschaftlerin mit dem Fokus auf klimaangepasstes und nachhaltiges Bauen. In meiner Arbeit verbinde ich gestalterische und technische Aspekte der Architektur mit Konzepten der blau-grünen Infrastruktur. Ich zeige auf, wie Gebäude durch die Integration von Wasser und Vegetation nicht nur ästhetisch und funktional aufgewertet, sondern auch zu einem aktiven Baustein der Klimaanpassung werden können.

Meine Vortragsthemen reichen von praxisnahen Ansätzen zur Umsetzung blau-grüner Architekturen in Neubau und Bestand über Regenwassermanagement und Grauwassernutzung bis hin zur Bedeutung interdisziplinärer Planung und Bildung. Dabei bringe ich Erfahrungen aus Forschung, Lehre, Planung und realisierten Pilotprojekten ein und verknüpfe theoretisches Wissen mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Biografie:

Dr.-Ing. Friederike Well ist Architektin mit Spezialisierung auf klimaangepasstes Bauen und blau-grüne Infrastrukturen. Sie promovierte an der Technischen Universität München zum Thema „Blau-grüne Architektur: Integriertes Entwerfen mit Wasser und Vegetation“ und wurde dafür mit dem Johannes B. Ortner Preis ausgezeichnet. In ihrer Forschung, Lehre und Planungstätigkeit verbindet sie ökologische, gestalterische und technische Perspektiven und setzt sich für eine klimaresiliente Stadtentwicklung ein.

Von 2018 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Green Technologies in Landscape Architecture an der TUM, wo sie u. a. in den Projekten INTERESS-I und ECO+ tätig war. Darüber hinaus engagiert sie sich in Netzwerken wie dem Bundesverband GebäudeGrün und war in verschiedenen Jurys und Fachveranstaltungen aktiv. Ihr Wissen teilt sie regelmäßig in Fachpublikationen, Lehre und Vorträgen.

Vorträge / Referenzen:

ARD alpha: Architektur und Klima

Die Bauwirtschaft gilt als größter globaler CO2-Emittent. Dadurch ergibt sich die Chance, mit nachhaltigem Bauen große Mengen klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen einzusparen. Die Architektur der Zukunft muss sich den Klimaveränderungen anpassen. Häuser sollen vor Hitze schützen und Starkregen standhalten. Wie das gelingen kann und welche Konzepte heute schon umgesetzt werden, darüber spricht Mirjam Kottmann mit ihren Gästen.

Die Architektin Dr. Friederike Well erklärt, welche Konzepte hinter Begriffen wie blau-grüne Architektur und Schwammstadt stehen und wie mit bestimmten Veränderungen bei Wassernutzung und Bepflanzung das Regionalklima im Wohnviertel verbessert werden kann.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Starkregen und Hochwasser: Wie die „Schwammstadt“ das Klima schützen kann – Vortrag in Memmingen

Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser sind eine große Herausforderung für Kommunen. Die Klimainitiative Memmingen hat, bewegt durch die Hochwasserereignisse in der Region, gemeinsam mit der vhs Memmingen einen Vortrag von Dr.-Ing. Friederike Well von der TU München zum Thema „Schwammstadt – Zwischen Hitze und Starkregen“ organisiert.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Bundesstiftung Bauakademie: Transformation im Dialog
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Wie lassen sich die technischen und natürlichen Lösungsansätze für Wassersensibilität und Begrünung in der Architektur intelligent verknüpfen und wie kann eine stärkere Umsetzung derartiger Bauprojekte gefördert werden?

Transformationsdialog am 29. Mai 2024, 17 – 18.30 Uhr

Begrüßung: Prof. Dr. Guido Spars, Gründungsdirektor
Moderation: Antonia Diel, Wissenschaftliche Referentin Klimawandel und Circular City

Gäste:
Rebecca Gohlke, Projektreferentin im Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG), Saarbrücken
Rainer Keutmann, Geschäftsführer der LAGUS GmbH, Aachen
Dr.-Ing. Friederike Well, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Grüne Technologien in der Landschaftsarchitektur, Technische Universität München

Blau-grüne Gebäude besitzen mehr als nur ein Gründach und eine Regentonne. Es handelt sich dabei um wassersensibel geplante Gebäude mit intensiver Begrünung. Dabei wird die Regen- und Grauwassernutzung intelligent miteinander verknüpft, um den Betriebswasserbedarf zu decken und die Ressource Wasser schonend zu nutzen. Die bodengebundenen Pflanzen sind mit dem natürlichen Kreislauf verbunden und deren Ökosystemleistungen (bspw. zur Kühlung, Luftreinigung) werden gezielt eingeplant. Damit können blau-grüne Gebäude zur Klimaresilienz, -neutralität und -anpassung beitragen.

Voll ausgeschöpft werden die technischen und natürlichen Lösungsansätze jedoch selten und sind in der Praxis noch immer eine Ausnahme.

In diesem Transformationsdialog werden deshalb Hemmnisse aufgedeckt und Fragen aufgeworfen, wie: Können natürliche Wasserkreisläufe trotz Bebauung erhalten bleiben? Können blau-grüne Gebäude einen positiven Beitrag zum Schutz vor Starkregenereignissen und Überhitzung in Städten leisten? Verursachen blau-grüne Gebäude geringere Energiekosten? Ist blau-grüne Architektur wirtschaftlich tragbar durch den zusätzlichen Pflegeaufwand im Betrieb? Was sind die zentralen Hemmnisse bei der Umsetzung und wie kann eine stärkere Umsetzung derartiger Projekte gefördert werden?

Gemeinsamen mit Expertinnen und Experten aus Praxis und Forschung sollen diese Fragen diskutiert und blau-grüne Gebäude aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive betrachtet werden.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Interview Perspective Daily

Dieses Stadtkonzept wirkt gegen Hochwasser. Warum nutzen wir es nicht?

Durch den Klimawandel werden Überflutungen zunehmen. Doch schlaue Stadtplanung kann dabei helfen, Schäden durch das Wasser zu vermeiden. Hier stellen wir eine Lösung konkret vor: die Schwammstadt.

Artikel von Maria Stich

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Schwammstadt und blau-grüne Infrastruktur – Neue Wege für Städte gegen den Klimawandel

Die Schwammstadt ist ein innovatives Konzept, das darauf abzielt, Städte widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu gestalten. Durch die Integration naturbasierter Systeme, wie beispielsweise Parks und Grünflächen, wird der natürliche Wasserkreislauf gefördert, was zu einer Verbesserung des Stadtklimas beiträgt sowie Überschwemmungen und Hitzebelastungen reduziert. Auch Bürger*innen können aktiv an der Planung und Pflege von Grünflächen in ihrer Umgebung teilnehmen. Dies kann durch Gemeinschaftsgärten, Dachbegrünungen oder das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern geschehen, die zur Verbesserung des Wassermanagements beitragen. Dr. Friederike Well hat an der Technischen Universität München in verschiedenen Forschungsprojekten intensiv zu den Themen der urbanen Klimaanpassung und blau-grünen Infrastruktur geforscht. In ihrem Vortrag wird sie die diese Ansätze vorstellen und anhand konkreter Projektbeispiele die praktischen Anwendungsmöglichkeiten sowie die Vorteile der Schwammstadt erläutern.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Symposium Design-Related Research

The practices, methods and processes of creation and the making in architecture, landscape architecture, urbanism, and design are investigated regarding their potentials and genuin forms of constituting knowledge. Tacit and experiential dimensions of knowing are explored, emphasizing how architectual and designerly methodologies, practices, tools, and media support these processes of knowledge-gain and reflection, or vice versa, which media proceed from design-related research approaches.

Lecture Dr.-Ing. Friederike Well: "The Manuscript is not a Scientific Article: Lessons Learned from a Design Based PhD"

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Die klimaangepasste Schule: Blau-grüne Infrastruktur als Baustein in der Transformation

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Univer­sitätsstadt Marburg und die AKH veranstalteten gemeinsam am Donnerstag, 14. November 2024, eine ganz­tägige Schulbau-Kon­fe­renz in Kirchhain bei Marburg zum Thema „Lernorte der Zukunft aus pädagogischer, archi­tek­tonischer und kommunalpo­li­ti­scher Sicht“.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Klimaanpassung in Neu-Isenburg durch das Anreizprogramm „Grün“

Im Rahmen ihres Gastvortrags erläutert Frau Dr.-Ing. Friederike Well (TU München) die zunehmenden Herausforderungen der städtischen Klimaanpassung, insbesondere im Hinblick auf häufiger auftretende Extremwetterereignisse, wie Hitzewellen und Starkregen sowie die zunehmende Wasserknappheit in der Rhein-Main-Region. Sie verweist auf das Ungleichgewicht zwischen natürlichen und urbanen Wasserhaushalten, das durch die fortschreitende Flächenversiegelung verstärkt wird.

Als zukunftsweisende Strategie stellt sie die sogenannte blau-grüne Infrastruktur vor, die auf eine nachhaltige Verbindung von Wasser- und Begrünungssystemen im urbanen Raum abzielt.

Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen:
• die Begrünung von Dächern, Fassaden und Innenhöfen,
• die Entsiegelung versiegelter Flächen sowie grüne Parkierungslösungen,
• energetische Gebäudesanierungen mit Fokus auf sommerlichen Wärmeschutz,
• sowie die Begrünung von Freiflächen, Straßenräumen und Schulhöfen.

Die Vorteile dieser Maßnahmen sind vielfältig. Im Stadtraum verbessern sie das Mikroklima, reduzieren Lärm, binden CO₂ und Feinstaub und steigern das Wohlbefinden. Auf Grundstücksebene fördern sie die Regenwasserversickerung, erhöhen die Verdunstung und schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Gebäude profitieren durch Kühlung, Wärmedämmung, erhöhten Schutz der Bausubstanz sowie durch die kombinierte Nutzung mit Photovoltaik-Anlagen.

Beispielhafte Maßnahmen umfassen:
• Extensive und intensive Dachbegrünungen, die bei Starkregen bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter zurückhalten können,
• Retentionsgründächer, bei denen Wasser gezielt unter der Pflanzschicht gespeichert wird,
• Biodiversitätsgründächer zur Förderung der Artenvielfalt,
• Sumpfpflanzengründächer, die Wasser filtern und lokal wiederverwendbar machen,
• sowie Fassadenbegrünungen, die boden- oder wandgebunden mit automatisierten Bewässerungssystemen betrieben werden.

Zudem wurde die Entsiegelung als effektive Maßnahme zur Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts und zur Verbesserung der Luftqualität hervorgehoben.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch