Canan Turan

Filmwissenschaftlerin & Filmemacherin


Themenschwerpunkt: Film & Intersektionalität

Webseite/Blog: www.cananturan.de

Sprache/n: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch

Stadt: Berlin

Land: Deutschland

Themen: intersektionalität, empowerment, migration, antirassismus, intersektionaler feminismus, diversität, autobiographischer dokumentarfilm, deutsch-türkisches kino, postkoloniale und feministische filmanalyse, transkultureller film

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Biografie:

Canan Turan ist Filmwissenschaftlerin und Filmemacherin. Sie studierte Filmwissenschaft (B.A.) an der FU Berlin und Pompeu Fabra Universität Barcelona und machte einen Master in Dokumentarfilm am Goldsmiths College London. Ihr Abschlussfilm “Kıymet” wurde auf internationalen Filmfestivals wie Documentarist Istanbul vorgeführt und lief als Teil des Kompilationsfilms “Canım Kreuzberg” im Kino Moviemento Berlin. Canan ist Creative Producerin des langen Dokumentarfilms “From Here” von Christina Antonakos-Wallace und arbeitete bei vielen anderen Film- und Fernsehproduktionen mit. Sie hielt an Kunsthochschulen, Kunst- und Kulturzentren und in der Erwachsenenbildung in Berlin und Barcelona Vorträge, gab Seminare und kuratierte Filmvorführungen zum ‘anderen’ deutschen Kino als subversive Praxis. Zu diesem Thema erschien auch eine Arbeit von ihr in dem Sammelband “Deutsch-türkisches Kino im Migrationskontext” (2017, Hrsg. Ömer Alkın).

Vorträge / Referenzen:

Frauen* of Color und das deutsche Kino

Paneldiskussion mit Filmemacher*innen aus Berlin über Diversität, Inklusion und Repräsentation

Sie sind in Deutschland groß geworden, zur Schule gegangen und haben hier angefangen Filme zu machen. Pary El-Qalqili, Biene Pilavcı, Zara Zandieh sind Regisseur*innen und Thelma Buabeng ist eine Schauspielerin of Color. Sie gehören zur 2. und 3. Migrantengeneration; sie sind Postmigrantinnen: Wie man sie auch nennen mag, sie sind zu einem Teil der deutschen Kinoandschaft geworden — oder etwa nicht?

Rolle: Einführender Vortrag und Moderation

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Documentary Film and Subjectivity

Self-representation in film based on marginality as a resistant perspective, as bell hooks describes it, can be an empowering answer by People of Color to the hegemonic practice of representation in cinema. Becoming protagonists - and by that subjects - in art production means operating in a politically subversive way within a system of asymmetrical power relations. Which challenges do the directors have to face when deciding to make a subjective documentary film? Is it enough to be subjective in order to challenge power relations creatively? Which role do positionality and standpoint play in this context? Filmmaker Canan Turan will present a sequence from her short film "Kıymet", and parts of her most recent film- and performance project "Balama" (work-in- progress). Starting from both her research in film studis as well as her experience as a filmmaker in Germany and Turkey, Canan Turan will talk about the potential and challenges of subjective documentary, which will be followed by a discussion with the audience.

Rolle: Vortrag & Workshop

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Das "andere" deutsche Kino als subversive Praxis

Zwischen den 1970’er und frühen 1990’er Jahren wurden eine Reihe von Filmen produziert, die der Filmkritiker Georg Seeßlen als Kino der Fremdheit bezeichnete: Überwiegend mehrheitsdeutsche Regisseur_innen, u.a. Rainer Werner Fassbinder, Helma Sanders-Brahms und Alexander Kluge, zeichneten mit mitleidvollem Gestus ein Bild von unüberbrückbaren Differenzen zwischen einer vermeintlich homogenen “türkischen” und einer “deutschen” Identität. Filmemacher_innen wie Yüksel Yavuz, Yasemin Şamdereli, Thomas Arslan, Buket Alakuş, Fatih Akin u.v.m. kreierten ab Mitte der ‘90er selbstbewusst ein ‘anderes’ deutsches Kino: Ihre Filme nehmen keine dezidierte interkulturelle Vermittlungsposition ein. Wenn überhaupt findet in den transkulturellen Protagonist_innen selbst eine Auseinandersetzung mit Kultur und Gesellschaft statt. Aber kann wirklich von einer Transformation des Kinos mit, von und über Migrant_innen gesprochen werden, oder lebt der Geist des Kinos der Fremdheit auch heute weiter?

Im Anschluss an den Vortrag zeigen wir 93/13 — 20 Jahre nach Solingen (D 2013, 33 Min.) von Mirza Odabaşı und En Garde von Ayşe Polat (D 2004, 94 Min.).

Rolle: Vortrag & Kuratierung Filmprogramm

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch