Birgit Haberpeuntner

Birgit Haberpeuntner

Übersetzungstheorie/-praxis

Meine Webseite/Blog:

http://www.ifk.ac.at/index.php/fellowlist/items/172

Meine Themen:

kritische theorie literaturwissenschaft cultural studies anglistik usa kulturwissenschaften postkoloniale theorie translation übersetzen

Meine Sprache/n:

Englisch Deutsch

Meine Stadt:

Wien

Mein Land:

Österreich

Meine Biografie:

Seit Oktober 2017 arbeite ich als Universitätsassistentin (Praedoc) am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien. Davor war ich als Junior Fellow des IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften) in Berlin und Montreal unterwegs um an meiner Dissertation über "Walter Benjamin und Kulturelle Übersetzung" zu arbeiten. In Berlin recherchiere ich im Walter Benjamin Archiv; in Montreal arbeite ich am Canadian Center for German and European Studies. Bevor ich mein Doktoratsstudium begann, studierte ich an der Universität Wien Anglistik/Amerikanistik, Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Translationswissenschaft, und verbrachte Studien- und Forschungsaufenthalte an der Concordia University in Montreal und an der Columbia University in New York. Außerdem arbeitete ich lange Zeit bei Centropa, einem Verein zur Dokumentation und Erforschung jüdischen Lebens in Mittel- und Osteuropa, wo ich hauptsätzlich Biografien übersetzte, Fördermittel akquirierte und Konferenzen für Pädagog_innen organisierte.

Meine Forschungsinteressen sind breit gefächert, lassen sich aber im Moment am besten durch den Knotenpunkt "Übersetzung" bezeichnen, ausgehend von der aktuellen Tendenz in den Geistes- und Kulturwissenschaften, den Übersetzungsprozess und -begriff nicht nur als linguistische Bewegung zwischen zwei Sprachen zu verstehen, sondern seine Auswirkungen auf andere Felder, sowie sein Hinausreichen über Sprache an sich zu untersuchen. Einerseits war und ist die inter-linguale Übersetzungspraxis ein Ort, an dem sich Machtbeziehungen ausspielen und verhandeln; sie trägt sowohl das Potential in sich, Schauplatz für hegemoniale Machtausübung zu werden, als auch das Potential für deren Subversion, und bietet sich darum als Einstiegspunkt für postkoloniale Untersuchungen an. Andererseits führt das Nachdenken über interlinguale Übersetzungsprozesse zu epistemologischen Grundfragen bezüglich inner-sprachlicher und nicht-sprachlicher Wahrnehmungs-, Verstehens- und Transformationsprozesse. Außerdem stellt sich bei diesen Überlegungen zu unterschiedlichen Übersetzungskonzepten wiederholt die aktuell für mich besonders relevante Frage nach dem Verhältnis zwischen Theorie und Praxis.