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Bianca Xenia Jankovska

Bianca Xenia Jankovska
Medienwissenschaftlerin
Meine Biografie:

Die Tochter einer Slowakin und eines Österreichers wurde Anfang der Neunziger in Wien geboren und schreibt ins Internet, seit es Beepworld gibt. Anfang 2016 hat sie das vielversprechende Studium Publizistik in Kombination mit Politikwissenschaft abgeschlossen, um danach nach Norddeutschland abzuhauen und die Redaktion Bento für Spiegel Online aufzubauen.

Während ihres fünfjährigen Studiums war sie nicht nur als Bloggerin (groschenphilosophin) und freie Autorin, sondern auch als Tutorin an der Uni Wien tätig, um nachfolgende Generationen auf ein Leben in ständiger Erreichbarkeit vorzubereiten. Bianca produziert am liebsten originelle Inhalte im Themenspektrum Popkultur, "dem Internet", Food und try-hard Avantgarde. Darunter fallen Aktivitäten wie Museumsbesuche, die zum Beweis der eigenen intellektuellen Erhabenheit auf Instagram arrangiert werden. Obwohl man den Sonntag eigentlich lieber mit Popcorn und twitter im Bett verbracht hätte.

Ihre Texte sind bisher auf Bento / Spiegel Online, watson.ch und .de, Zeit Online, ze.tt, im Progress Magazin, der Wiener Wochenzeitung Falter, dem Magazin für digitalen Wandel, auf kurier.at, auf MitVergnügen Hamburg und Berlin, themessage.at, im Libertine Magazine, auf dem Blog von mealsaver.de und im the Gap Magazin (online und print) erschienen.

Aktuell arbeitet sie als Dozentin für neue Medien an der Humboldt Universität Berlin und als freie Social-Media-Konzepterin. Seit 2014 betreibt sie ihren eigenen Blog, der inzwischen erfolgreich durch die Crowdfundingplattform Steady finanziert ist. Die „Groschenphilosophin“ ist ein kritischer Lifestyle-Blog für alle Outsider, Introverts & Badasses mit monatlichem Newsletter und regelmäßigen Insta-Storys zum Thema Modern Work Life. „Haltung statt Interior-Porn!“ lautet das Motto.

Meine Vorträge / Referenzen:

Uni-Kurs: Das unternehmerische Selbst in der Kreativbranche: Zwischen Online-Journalismus, Social-Media-Strategien und Branding

Selbstmarketing hat in Deutschland kein gutes Image – schon gar nicht bei kritischen Geisteswissenschaftler*innen. Obwohl es heute mehr denn je darauf ankommt, seine Ideen und Potenziale nach außen zu tragen, statt sie in der Schublade verschwinden zu lassen, hat sich in den Köpfen vieler die Vorstellung festgesetzt, dass es sich beim Wort „Branding“ um eine ansteckende Krankheit handelt, die auf Knopfdruck vorhandene Persönlichkeitsmerkmale auslöscht und die eigene politische Haltung frisst. Dem ist zum Glück nicht so – wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen (Stichwort: Selbstausbeutung) trifft und die persönlichen Grenzen (privat vs. beruflich) bewusst auslotet.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch


Memes als Kulturgut: Ein Beitrag im WDR 3

„Kleine veränderte Bildchen oder Videos im Internet – belangloser Spaß oder Kulturartefakt? Die Soziologie befasst sich derzeit mit dem Phänomen Meme, das zwischen Katzenvideo und Satire schwankt.“ Ein Beitrag von Christoph Ohrem, in dem auch ich zu Wort komme.




Workshop: Love- Hope- und Hate Speech

Die Democratic Meme Factory greift in Workshops und sozialen Medien Hasskommentare, rechtspopulistische Erzählungen, verzerrte und falsche Nachrichten sowie auch vorurteilsgeladene Bilder, Videos, Musik usw. auf und beantwortet diese mit Democratic Memes*. Dabei werden junge Menschen vorbereitet und von Trainer_innen dabei unterstützt, ihre eigenen, kreativen und satirischen Antworten auf diskriminierende Nachrichten zu finden. Sie antworten nicht nur auf Kommentare und Nachrichten, sondern verbreiten über ihre Memes auch ihre pluralistische und demokratische Sicht auf die Themen als „virale“ Botschaften in den sozialen Medien. Das Projekt kombiniert damit das Erlernen und Vertiefen künstlerisch-kultureller Ausdrucksformen mit politischer Bildung. Die Workshops richten sich in erster Linie an junge Menschen aus Europa, die in den letzten Jahren nach Deutschland zugewandert sind.

Hier können die Jugendlichen in weiten Teilen selbstorganisiert Konzepte und Methoden kennenlernen, entwickeln und umsetzen, die einerseits eigene „echte“ Partizipationserfahrungen möglich machen, andererseits Möglichkeiten und Anstöße zur Reflexion und intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung und der eigenen Rolle bieten.




Fachtutorien an der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Halten und Vorbereiten von je zwei Lehrveranstaltungen pro Semester, Arbeiten mit Erstsemestrigen in kleinen Gruppen, Ausarbeitung und Diskussion von Inhalten wie neuen Finanzierungsmodellen im Journalismus sowie Medienethik




Workshop: Arbeiter_innenkinder an der Uni

Am Freitag, den 17. April um 18:00 findet mein Workshop zu Arbeiter_innenkinder an der Universität statt. Wenn ihr teilnehmen wollt, kommt am besten um 17:45 zum Infotisch der GeWi. Im Anschluss wird dann noch weitergezogen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Universität ein völlig neues Leben, Sprechen und Denken bedeutet, wenn man zuvor nicht schon zuhause mit dem akademischem Habitus konfrontiert war.

Wer privilegiert ist, fühlt sich ganz automatisch dazu berechtigt, Raum einzunehmen. In universitären Diskussionen geht es häufig nicht nur um das, was gesagt wird, sondern auch darum, wie geredet werden muss, um überhaupt gehört zu werden.

Das Problem im akademischen Diskurs ist nicht das vermeintliche Nicht-Wissen, sondern der Club von Menschen, die sich gestört fühlen, wenn jemand nachfragt, über was denn überhaupt gesprochen wird.