Sowmya Maheswaran

Freie Forschung, Journalismus und politische Beratung


Themenschwerpunkt: globale & politische Konflikte

Webseite/Blog: https://www.bim.hu-berlin.de/de/personen/wi-mi/maheswaran-sowmya

Sprache/n: Englisch, Deutsch

Stadt: Berlin

Bundesland: Berlin

Land: Deutschland

Themen: widerstand, migration, human rights, flucht, social justice, sri lanka, macht- & herrschaftsverhältnisse, politische bewegungen, kolonialismus, kritische forschung

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Persönliche Anmerkung:

Sprachen: Deutsch, Tamil, Englisch

Biografie:

Seit 2020 arbeite ich als freie Forscherin, Journalistin und politische Beraterin. Für Organisationen, Vereine, Magazine und Zeitungen biete ich u.a. zu globalen Konflikten, zu Sri Lanka und zur kritischen politischen Arbeit Texte, interview- und lektürebasierte Studien, Konfliktanalysen, Dokumentenanalysen, sowie Briefings, Inputs, Moderationen und Vorträge an. Fokuspunkte bilden u.a. Flucht sowie Migrations- und Asylpolitiken, Menschenrechte und Anti-Rassismus.

An der Goethe-Universität Frankfurt am Main absolvierte ich einen Doppel-B.A. sowie M.A. in Pädagogik und Ethnologie, mit inhaltlich mich bis heute begleitenden Schwerpunkten auf Diskriminierung & Unterdrückung, Macht- & Gewaltdynamiken, (Post/Neo-)Kolonialismus, Migration/Flucht und Kämpfe für soziale Gerechtigkeit. Mein regionaler Schwerpunkt der anthropologischen Ausbildung lag auf Sri Lanka, methodisch bewege ich mich im Feld der qualitativen Datenerhebung, -auswertung, -analyse. Hierbei konnte ich seit 2017 nahezu jährlich mehrmonatige Erfahrung und Expertise in der Durchführung kritischer ethnographischer (Feld-)Forschungen sammeln.

Nachdem ich während und nach dem Studium fast 10 Jahre Tätigkeiten im sozialpädagogischen Bereich nachging (Drogenhilfe, Alltagsbegleitung minderjähriger Geflüchteter sowie feministische Beratung und Notunterbringung), begann ich Ende 2021 mit meiner Dissertation. Seither promoviere ich an der Humboldt-Universität zu Berlin an der Schnittstelle globaler und politischer Anthropologie zum Themenfeld der Gewalt, insbesondere im Kontext rassistischer Unterdrückung, Enteignung und Vertreibung. Unter dem Arbeitstitel "A Global Horizon of Resistance" fokussiere ich in meiner Promotion vor allem dissidente Kulturen des Widerstands sowie damit einhergehende Prozesse der Politisierung, Mobilisierung und Organisierung.

Vorträge / Referenzen:

"Colonial Continuities: Racism, Discrimination and Neo-Colonialism in Tourism" (Lecture/Vortrag, 2023)

Instead of bringing independence through job and income opportunities, tourism has created new dependencies for former colonies and contributes to the perpetuation of racist and exploitative structures.

Using examples from Sri Lanka and The Gambia, we will discuss how the colonial period and its legacy affects tourism today. The list of colonial continuities can be long: stereotype-driven and racist representations of the host culture in travel catalogs and on site, appropriation of foreign lands, commercialization of indigenous societies, or visiting colonial-era sites without learning about the suffering caused by colonial maritime trade and slavery.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
"Die Diversität der Ausbeutung: Zur Kritik des herrschenden Antirassismus" (Buch-Gespräch und Moderation, 2023)

"In Deutschland wird von Antidiskriminierungsstellen bis zur radikalen Linken ein liberaler Rassismusbegriff vertreten, der vor allem auf Repräsentation, Inklusion und Diversität setzt. Wie Klasse und Rasse zusammenhängen, wird aktuell so gut wie nicht diskutiert. Dabei gibt es durchaus eine kritisch-marxistische Tradition der Rassismusforschung. Der aktuelle Sammelband „Die Diversität der Ausbeutung" von Bafta Sarbo bietet eine politische Intervention in die aktuelle Debatte um strukturellen und institutionellen Rassismus – ob auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Polizei – und präsentiert Alternativen zum liberalen Antirassismus, indem ein marxistischer Rassismusbegriff in Theorie und Praxis vorgestellt wird. Im Gespräch mit Sowmya Maheswaran greift Bafta Sarbo historische und aktuelle marxistische Diskussionen auf, um diese im Zusammenspiel mit antirassistischen Perspektiven nutzbar zu machen."

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Konferenz "Unhaltbare Zustände. Zweiten Marxistischen Arbeitswoche" im Mai 2023 in Frankfurt am Main statt.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Kampf im Singular (Artikel Autorin, 2023)

"Während über ein Jahr nach dem Überfall auf die Ukraine durch Russland die dortigen Kämpfe hier immerhin medial noch präsent sind, hören wir über andere Auseinandersetzungen viel zu wenig. Einige erinnern sich vielleicht an die spektakulären Bilder aus Sri Lanka, wo Protestierende letzten Sommer den Swimmingpool des ultranationalistischen Präsidenten Gotabaya Rajapaksa gekapert hatten. Doch wie hat sich die Situation seitdem entwickelt, vor allem für Tamil*innen, die seit Jahrzehnten unterdrückt werden? Darüber berichtet Sowmya Maheswaran." (Missy Magazine für Pop. Politik. Feminismus, 2/2023)

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
"Activist Perspectives - Lived Utopias?" (Panelist, 2023)

Das Panel brachte mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen zusammen, um aus globalen Kontexten blickend das Thema "Gelebte Utopien" zur kritischen Diskussion zu Stellen. Kurdische, tamilische sowie anti-rassistische Bewegungen waren Ausgangspunkte des Gesprächs, das uns an verschiedene Fragen führte: Inwiefern hilft uns die Begrifflichkeit und das Konzept von Utopien, politische Praktiken der Zukunft und der Vergangenheit zu denken und einzuordnen? In welchem Verhältnis stehen diese zuden Dystopien unserer Welt? Wann werden Utopien oder aber der Vorwurf einer unrealistischen Utopie zum politischen Problem?

Das Panel fand im Rahmen der Studentischen Fachschaftskonferenz "Welt(un)ordnungen der Zukunft" der Fachschaft Globale Zusammenarbeit des Cusanuswerkes in Frankfurt am Main statt.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch