Susanne Bischoff

Dipl. Sportlehrerin, Sport- u. Bewegungstherapeutin PPS


Themenschwerpunkt: Sport/WenDo/Labyrinth/Lesben

Webseite/Blog: http://tanzendes-feuer.de

Sprache/n: Deutsch, Englisch, Französisch

Stadt: Bremen

Bundesland: Bremen

Land: Deutschland

Themen: körpersprache, labyrinthe, sport & geschlecht, schulsportgeschichte, trauma und sport-/bewegungstherapie, linkshändigkeit, feministische pädagogik, dr congo, mädchensport, bewegungstherapie nach trauma, kinshasa, lesbenbewegung, körperbilder, feministische sportkultur, frauensport, sport mit/nach krebserkrankung, selbstbehauptungstraining, rückengymnastik, nordic walking, lesbensport, taiji/qigong, wendo, stockenenergietanz

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

Persönliche Anmerkung:

Ich gebe Vorträge und Workshops v.a. zu den Themen: Feministische Sport- und Bewegungskultur in Vergangenheit und Gegenwart; WenDo: Selbstverteidigung und - Konfrontationstraining für MädchenFrauenLesben; Labyrinthe (keine Irrgärten); Krebserkrankungen und Sport/Bewegung; Körperliche und mentale Handicaps und Sport. Außerdem Einzelbegleitung auf Anfrage.

Biografie:

Jahrgang 1954, geboren in Bremen.
In meinem Wesen bin ich mit allen inneren und äußeren Bewegungen eine Bremerin mit reformpädagogischen Wurzeln - im ur-sprünglichen Sinn, als erstes durch meine Mutter geprägt - geblieben. Ich frage und forsche gerne und liebe klassische Musik.

Innere Körperbewegung und ihre Sprachen finde ich ungeheuer spannend.

Ich reise gerne in Deutschland und in andere Länder, nehme wahr und fotografiere. Wenn es geht, fahre ich Rad - am liebsten am Meer.

Als zweite Wurzel ist mir autonom–lesbisch- feministisches Wahrnehmen, Denken und Handeln seit Beginn der 80er Jahre gewachsen, prägt mich, wird mir auch in der Theorie und manchen Widersprüchen nie langweilig. Audre Lorde, Adrienne Rich und Christa Reinig sind dabei einige meiner wichtigsten WegSchreiberinnen. Meine Begleiterinnen sind meine Freundinnen, Kolleginnen und Humor.

Erkenntnisse der Frauen- und Lesbenbewegung z.B. über sexualisierte Gewalt, Sprache, meine eigenen Forschungen zu Schulsporterfahrungen von Mädchen oder z.B. die FrauenLesbenMädchenWiderstandscamps im Hunsrück prägten mich auch im Entwurf frauen- und mädchenparteilicher Sportansätze, der Entwicklung eigenständiger Räume und der heute wieder erstaunlich notwendigen Kritik tradierter Körper-, Bewegungs- und Rollenbilder. Das Lachen im Körper wieder zu entdecken, wahr zu nehmen, zu fühlen, zu hören ist wohl mein beruflicher Motor.

Die "Macht der Erotik" (Audre Lorde) gemeinsam mit FrauenLesbenMädchen vieler Kulturen in körperliche und geistig-spirituelle Bewegung zu füllen, erfreut mein Herz. Ich staune immer wieder über die Kraft so vieler, welche ÜberLebensStrategien sie entwickelt haben und trauere um die, denen es nicht gelang - auch und gerade für sie lohnt es immer wieder hinzugucken in Bewegung.

Mein innerer Weg führte mich u.a. nach der Sportlehrerinausbildung mit der Entwicklung erster alternativer Sportansätze in Köln zum Erlernen von WenDo und dann der Entwicklung feministischer, Bewegungsansätze in Berlin. Später habe ich mich von Kassel aus intensiv mit feinstofflicher Energiearbeit, Kreistanz, Labyrinthen, StockEnergie, Qigong und Taijiquan bis zum Körpercoaching und Meditation genährt.

Die Bewegung mit einem Ast - Stock - führte mich wieder ganz zur Quelle von Audre Lorde: die (Eigen-)Macht der Erotik. Anders und doch mit einer inneren Verbindung zur StockEnergie beschäftigen mich Labyrinthe. Sie erlebe ich als zutiefst kraft- und haltgebend . Körperlich-sinnlich erfahrene Musterunterbrechungen können uns oft mit verschollenem Wissen und gleichzeitig politischer Klarheit neu verknüpfen.
Von Juli 2013 bis 2016 lebte ich in Kinshasa in der DR Kongo. Ich arbeite in der Entwicklungszusammenarbeit als integrierte Fachkraft in einem Frauenprojekt: YWCA-DRC. Meine Kolleginnen arbeiten vor allem mit Frauen und Mädchen nach Vergewaltigung. Meine Hauptaufgabe war es, ein Konzept für zwei mehrmonatige Ausbildungen zu entwickeln und zu realisieren. Das Thema: Sport-/Bewegung nach traumatischen Erfahrungen. Dazu kamen sieben WenDo-Kurse in verschiedenen Städten der DRC, zwei fest installierte Labyrinthe (in Kimpese und Kinshasa), die Initiierung einer Krebssportgruppe für Frauen, Aufbau von Schwimmen und Gymnastik im Team. Alle Arbeiten natürlich zusammen mit dem Team.

Seit Juli 2016 lebe ich schwerpunktmäßig wieder in Deutschland (und der Schweiz), habe weiter in der onkologischen Rehabilitation gearbeitet. Seit der Berentung freiberuflich tätig, nach wie vor auch in der DR Kongo für Fortbildungen.

Vorträge / Referenzen:

Frauensport. Ausschnitte aus dem Alltag der Frauenkurse im Hochschulsport an der TU Berlin. 1987

© Susanne Bischoff, Kirsten Lenk, Doris Schmidt, ZEH TU Berlin. 1987
Das Video gibt einen Einblick in die Praxis und theoretischen Grundlagen frauenparteilicher Angebote einer eigenständigen Feministischen Sport- und Bewegungskultur. Der Schwerpunkt Frauenkurse wurde im Wintersemester 1984/85 eingerichtet und hatte zum Zeitpunkt des Films 39 Kurse in 17 Sportarten.
Die Besonderheit des Hochschulsports an der TU Berlin war, dass er allen Bevölkerungsgruppen, also nicht nur Studentinnen (und Studenten) offenstand. Insbesondere dieser Umstand machte den Frauenschwerpunkt für viele Frauen so attraktiv. Er stand neben anderen feministischen Sport-, Bewegungs-, Tanz- und Kampfkunstangeboten autonomer Frauen- und Lesbenprojekte keineswegs in Konkurrenz.
Es werden Ausschnitte gezeigt u.a. aus Akrobatik, Ball- und Sportspiele, FrauenSport, Fussball, Jui-Jutsu, Krafttraining, Rollstuhlbasketball, Skifahren, Volleyball, WenDo.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Le sport est sain ou: Le sport est la meilleure médicine?

Vortrag für YWCA. Kinshasa, März 2014