Dr. Lena Eckert

Genderwissenschaftlerin, Weiterbildnerin, Schreibcoach


Themenschwerpunkt: Care-Arbeit und Wissenschaft

Webseiten/Blogs/Soziale Medien: www.lenaeckert.org
www.icp-berlin.org
www.mutterschaft-wissenschaft.de

Social Media:

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Berlin

Bundesland: Berlin

Land: Deutschland

Themen: vereinbarkeit von beruf und familie, unconsious bias, karrierechancen für frauen an der hochschule, gender studies, soziale ungleichheit, forschungsanträge schreiben, gendern, feministische elternschaft, wissenschaftliches schreiben, care arbeit

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Persönliche Anmerkung:

Als Genderwissenschaftlerin bin ich mit zahlreichen Themen, die Geschlecht betreffen vertraut. Ich habe zu Gender und Bildung, Gender und Sprache und Gender und Medien geforscht. Besonders am Herzen liegt mir gerade die Thematisierung von unbezahlter Care-Arbeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer noch fast ausschliesslich an Frauen* herangetragen. Es gibt aber auch inzwischen ausreichend Väter, die Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Als Aktivistin plädiere ich für die Entkoppelung von Care-Arbeit und Weiblichkeit. Sorge um- und füreinander ist die Voraussetzung von Gesellschaft und menschlicher Identität! Diese Erkenntnis sollte sich im öffentlichen Bewußtsein ausbilden. Außerdem bin ich Schreibtrainerin und liebe es, anderen den Spaß an dieser wunderbaren Kulturtechnik zu vermitteln.

Biografie:

Lena Eckert ist promovierte Genderwissenschaftlerin und Care-Aktivistin. Sie lebt in Berlin und reist durch die Republik, um Menschen für den zentralen Wert von unbezahlter Sorgearbeit zu sensibilisieren, um Mütter zu vernetzen, zu empowern und zu politisieren.
Eckert hat Gender Studies und Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und einen Master in Gender History an der Essex University absolviert. Sie wurde an der Universiteit Utrecht in den Niederlanden zum Thema „Intersexualization: The Clinic and the Colony“ promoviert (2010). Eckert hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Post-doc und Lehrebeauftragte an zahlreichen deutschen Universitäten gelehrt und geforscht. Sie hat die Projekte „Gender in der Lehre an Thüringer Hochschulen“ an der Bauhaus-Universität Weimar und "gender*bildet" in Sachsen-Anhalt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg maßgeblich mitgestaltet. Gender und Diversität in Forschung und Lehre sind ihr ein zentrales Anliegen ebenso wie die Analyse von doing gender, doing age und doing desire in medialen Repräsentationen wie Sprache, Schrift und Film. Mutterschaft und unbezahlte Sorgearbeit bearbeitet sie seit 2018 intensiv auch im Rahmen des Netzwerks Mutterschaft und Wissenschaft.
2024 hat Eckert das icp – institute for critique and practice (gGmbH) gegründet, um u. A. dem Aktionsbündnis "Roter Tisch_Care" und dem Projekt "Mütter ins Kino" eine Heimat zu geben. Sie arbeitet kontinuierlich daran, dass Gesellschaft den Wert feministischer Politik und Intervention erkennt und sich darauf ausrichtet, dass es vielen und nicht nur wenigen gut geht. Soziale Ungerechtigkeit hat viele Gesichter, Eckert ist überzeugt davon, dass diese benannt werden müssen, damit sich etwas ändern kann, aber auch überzeugt davon, dass sich etwas ändern kann.

Vorträge / Referenzen:

Podiumsdiskussion mit Lisa Paus

Lena Eckert diskutierte mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus und der Regisseurin Jorinde Dröse unter Moderation der Soziologin Jutta Allmendinger im Berliner Ensemble nach der Vorstellung von #MOTHERFUCKINGHOOD“.

Die Situation von Müttern und Sorgetätigen in Deutschland ist schwierig. Sorgearbeit wird als Basis der Gesellschaft kaum anerkannt und pflegende und erzieherische Tätigkeiten sind nur gering entlohnt. Nach dem Auseinanderbrechen der Koalition sind viele notwendige Gesetzesvorhaben nicht zu Ende geführt worden: Die Familienstartzeit ist nicht eingeführt, das Elterngeld wurde seit seiner Einführung nicht mal um den Inflationsausgleich erhöht, die Kindergrundsicherung wird es nicht geben und das Ehegattensplitting ist nicht abgeschafft. Der Elterngeldanspruch für Pflegeeltern steht noch aus, Alleinerziehende sind bis heute noch nicht durch eine Steuergutschrift entlastet, das Unterhaltsvorschussgesetz noch nicht reformiert, Frauenhäuser sind nicht fest finanziert und ein Mutterschutz für Selbständige und ein gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten nicht eingeführt. Bundesfamilienministerin Paus versprach, noch einige wenige dringende Vorhaben umzusetzen, und delegierte dennoch einen großen Teil der politischen Verantwortung für das Scheitern vieler Initiativen an Christian Lindner.

“Kunst und Kind. Wie Mütter die Kunstszene verändern” Interview auf Deutschlandfunk Kultur

In kaum einer anderen Branche lassen sich Familie und Beruf so schlecht vereinbaren wie in Kunst und Wissenschaft. 20 Jahre, heißt es, hinkt die Kunstszene und auch der Wissenschaftsbetrieb hier hinterher. Eine neue Generation von Künstlerinnen und von Wissenschaftlerinnen möchte das ändern – nur wie ändert man das?